Mönsheim
Heckengäu -  22.04.2021
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Weichenstellung für neue Sonnenenergie: Heckengäugemeinden tüfteln an Zukunftsplänen

Mönsheim/Heckengäu. Friolzheim, Heimsheim, Mönsheim, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg arbeiten im Gemeindeverwaltungsverband am Flächennutzungsplan 2025. In der Mönsheimer Festhalle haben die Nachbarn jetzt Weichen gestellt. Eine betrifft die „Erweiterung des Sondergebiets Sägewerk Karl Wöhr“ in Friolzheim.

Abstimmung bei der Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Heckengäu, in dem Friolzheim, Heimsheim, Mönsheim, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg zusammenarbeiten. Foto: Tilo Keller
Abstimmung bei der Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Heckengäu, in dem Friolzheim, Heimsheim, Mönsheim, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg zusammenarbeiten. Foto: Tilo Keller

Das Unternehmen beabsichtigt, eine Photovoltaik-Anlage zur Versorgung des Sägewerks zu errichten. Das Vorhaben hat schon erste Schritte genommen. Am Dienstag beschloss die Verbandsversammlung einhellig die öffentliche Auslegung der Entwurfsunterlagen für einen Monat.

Andere Änderungen am Plan sind zunächst eingeleitet worden. Etwa für den Bereich „Bei den Zeitelbäumen“ am nördlichen Ortsrand von Wurmberg. Nach Aufgabe eines landwirtschaftlichen Betriebs ergibt sich die Chance, ein 1,4 Hektar großes Wohnbaugebiet zu entwickeln. Dem Vorentwurf wurde zugestimmt.

Den gleichen Verfahrensstand hat eine Änderung im Bereich „Hanfländer“ im Wiernsheimer Ortsteil Pinache. Hierbei geht es um die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen zur Erweiterung einer bestehenden Firma. Ein weiteres Ziel auf Wiernsheimer Gemarkung besteht im Bereich „Ortental“. Dort möchte ein Grundstückseigentümer einer Firma der Solarbranche die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage auf rund zehn Hektar ermöglichen.

Derzeit wird das Areal mit Hanglage landwirtschaftlich genutzt. Als Weidefläche soll es weiter dienen können. Im Flächennutzungsplan soll festgehalten werden, dass die Fläche nach Ablauf der Nutzungsdauer der Photovoltaik-Anlage, weiterhin landwirtschaftlich genutzt wird.

Thema war auch das neue kommunale Haushaltsrecht: Da der Verband über keinerlei Anlagevermögen verfügt, fiel die vorgeschriebene Eröffnungsbilanz mit 367,15 Euro sehr bescheiden aus. Im Haushaltsplan für das Jahr 2021 wird mit einer Verbandsumlage in Höhe von 4600 Euro gerechnet, die sich im Verhältnis der Einwohnerzahlen auf die Verbandsgemeinden verteilt. Bei den Landeszuweisungen für die Gemeindeverbindungsstraßen wird mit 2500 Euro je Kilometer gerechnet.

Autor: Claudia Keller