150 Kilogramm schwerer Felsbrocken stürzt auf Straße: Mühlhäuser Steige halbseitig gesperrt
Mühlacker. Ein rund 150 Kilogramm schwerer Felsbrocken ist am Mittwochvormittag auf die Mühlhäuser Steige gestürzt. Der Vorfall hat Folgen für den Verkehr auf der Kreisstraße 4506: Die Verbindung zum Mühlacker Stadtteil Mühlhausen muss bis auf Weiteres halbseitig gesperrt bleiben. Nach Einschätzung des Landratsamts Enzkreis könnte es mehrere Wochen, möglicherweise sogar Monate dauern, bis der betroffene Hang dauerhaft gesichert ist.
Auf einer Länge von rund
40 Metern wurde die Straße zunächst provisorisch mit Baken abgesichert. Diese sollen möglichst schnell durch eine Betongleitwand ersetzt werden. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr, der einspurig an der Gefahrenstelle vorbeigeführt wird. Eine Umleitung ist nicht möglich, da die Mühlhäuser Steige die einzige Zufahrt zum Stadtteil bildet.
Dauer der Sperrung unklar
Wie lange die Sperrung bestehen bleibt, ist derzeit noch unklar. Zunächst muss ein Geologe die Felswand untersuchen. Erst danach kann entschieden werden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Hang dauerhaft zu sichern. „Es handelt sich nicht um einen Schaden an einer Stützmauer. Wir werden einen Geologen hinzuziehen müssen, der die Felswand untersucht“, erklärt Sandy Hillbrecht, stellvertretende Leiterin des Amts für Nachhaltige Mobilität beim Enzkreis.
Der Felssturz ereignet sich an einer Strecke, deren Zustand bereits seit längerer Zeit für Diskussionen sorgt. Bürger hatten wiederholt auf mögliche Gefahren durch lose Steine und Felsbrocken hingewiesen. Der Mühlhäuser CDU-Stadtrat Oliver Höhner hatte bereits in der Vergangenheit berichtet, dass kleinere Steine und Felsbrocken auf oder neben der Fahrbahn festgestellt worden seien. Auch entlang des Enztalradwegs war es zu Steinschlägen gekommen, die zeitweise Sperrungen erforderlich machten. Die Mühlhäuser Steige selbst war nach den bisherigen Angaben wegen Steinschlags bislang nicht gesperrt worden.
