Mühlacker
Mühlacker -  15.09.2020
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Diskussion um mögliche Praxis in Lomersheim reißt nicht ab

Mühlacker-Lomersheim. Die Debatte um die künftige Nutzung der ehemaligen Bankräume in der Lomersheimer Ortsmitte geht in eine neue Runde. Nachdem die Freien Wähler unlängst gefordert hatten, die Räumlichkeiten sollten seitens der Stadt erworben und für eine Arztpraxis sowie für eine Rathausaußenstelle genutzt werden, meldet sich nun die CDU-Fraktion zu Wort.

Die ehemals als Bankfiliale genutzten Räume am Kirchplatz in Lomersheim könnten bald neu genutzt werden. Foto: Fotomoment
Die ehemals als Bankfiliale genutzten Räume am Kirchplatz in Lomersheim könnten bald neu genutzt werden. Foto: Fotomoment

Die Stadträte Matthias Trück und Günter Bächle fordern „eine umfassende Information des Gemeinderats über die bisherigen Gespräche zwischen Stadtverwaltung und VR-Bank Neckar-Enz“. Vor allem benötige man die Aussage der Bank, ob sie überhaupt verkaufsbereit sei – das nämlich sei bislang alles andere als eindeutig, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion.

Die CDU-Stadträte verweisen auf die Antwort der Stadtverwaltung von Anfang Juli auf eine Gemeinderatsanfrage vom Juni. In der von Oberbürgermeister Frank Schneider unterschriebenen Antwort stehe, die Verwaltung rate von einem Erwerb der ehemaligen VR Bank-Filiale ab. Die Räume seien für die Verwaltungsstelle der Stadtverwaltung deutlich überdimensioniert, andere Nutzungen seien aufgrund der Teilungsgenehmigung nicht ohne weiteres möglich. Ein Verkauf des jetzigen Rathauses Lomersheim zur Gegenfinanzierung des eventuellen Kaufs der VR-Bank-Räume im Ortskern sei aufgrund der fehlenden Außenflächen schwierig. Die Barrierefreiheit für das vorhandene Rathaus lasse sich mit überschaubaren Mitteln bewerkstelligen. Im Übrigen seien bisher auch keine Mittel im Haushalt für einen Ankauf der VR Bank-Filiale eingestellt worden, zitieren die CDU-Stadträte aus der Antwort, die ihr Lomersheimer FW-Kollege Ulrich Hagenbuch erhalten hatte. Bächle und Trück plädieren daher dafür, rasch Klarheit zu schaffen.

Die Richtigkeit der seitens der Stadtverwaltung angeführten Argumente hatten die Freien Wähler allerdings bezweifelt: Die ungefähr 165 Quadratmeter großen Büroflächen böten ihrer Ansicht nach Platz für eine Arztpraxis – zudem bestünde die Möglichkeit, die Außenstelle des Rathauses mit in die ebenerdigen Räumlichkeiten zu verlagern.

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Autor: max