Mühlacker
Mühlacker -  20.09.2021
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Gegen das Aus: Männerchöre gehen in Großglattbach, Serres und Iptingen in die Offensive

Wiernsheim/Mühlacker. „Was die Fußballvereine als Spielvereinigungen schon seit Jahrzehnten hinbekommen, kriegen wir auch hin“, sagt der Serremer Uwe Bolz. Deshalb kooperieren künftig die Männerchöre aus Serres, Iptingen und Großglattbach beim Singen. Als Vorsitzender des Männergesangvereins (MGV) Liederkranz Serres hatte Uwe Bolz mit seinem Stellvertreter Eberhard Gille, der Vorsitzenden des MGV Liederkranz Iptingen, Petra Klisa, sowie dem zweiten Vorsitzenden Reinhold Rudolf und dem Sprecher des Männerchores, Jürgen Schwirtz, des MGV Liederkranz Großglattbach zum Pressegespräch gebeten, um die neue Chorgemeinschaft der drei Liederkränze Serres, Iptingen und Großglattbach vorzustellen.

Gut gelaunt: Über die Initiative von Uwe Bolz vom MGV Serres (rechts) zu gemeinsamen Singstunden der Männerchöre freuen sich Reinhold Rudolf und Jürgen Schwirtz (MGV Großglattbach), Petra Klisa (MGV Iptingen) und Eberhard Gille (von links). Foto: Prokoph
Gut gelaunt: Über die Initiative von Uwe Bolz vom MGV Serres (rechts) zu gemeinsamen Singstunden der Männerchöre freuen sich Reinhold Rudolf und Jürgen Schwirtz (MGV Großglattbach), Petra Klisa (MGV Iptingen) und Eberhard Gille (von links). Foto: Prokoph

Im Oktober 2020 fand bereits auf die Initiative von Uwe Bolz ein Treffen mit den anderen Chören statt, um die schon vor der Corona-Pandemie gebeutelten Männergesangvereine mit immer weniger aktiven Sängern längerfristig am Leben zu erhalten. Mittlerweile haben sich die drei Chöre geeinigt, gemeinsame Singstunden unter der Leitung des Serremer Dirigenten Werner Bornbaum abzuhalten. „Wir haben die Idee vergangene Woche unserem Männerchor vorgestellt“, berichteten die Großglattbacher Rudolf und Schwirtz. Das sei bei den noch verbliebenen 14 Sängern des MGV Großglattbach gut angekommen.

Denn: „Die aktuelle Situation ist zwischen Tod und Neuanfang“, begründete Rudolf den Handlungsbedarf. Weil ihr Mann Walter Klisa beim Iptinger MGV das Amt des Dirigenten niedergelegt hat, fanden in dem Traditionsverein bereits seit März 2020 keine Proben mehr statt. Von den zuletzt 15 Sängern seien noch sieben übrig, die an der gemeinsamen Singstunde interessiert seien, berichtete Petra Klisa. Die 14 Sänger des MGV Serres seien trotz der Corona-Pandemie erhalten geblieben, freuten sich Bolz und Gille. In Serres starteten die Proben vor sechs Wochen wieder. „Wir wollen das wichtige Kulturgut Singen in unserer Gesellschaft aufrechterhalten“, drückte Uwe Bolz die Intention aller aus.

Mehr über das Thema lesen Sie am 21. September in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Ilona Prokoph