Mühlacker
Mühlacker -  14.04.2019
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Hebammen-Mangel lässt Millionenprojekt stocken – Kreißsaalsituation weiter großes Problem

Mühlacker/Neuenbürg. Es sind immense Summen, die im Raum stehen: 41 Millionen Euro umfasst das Investitionspaket für die Enzkreis-Kliniken Mühlacker und Neuenbürg. Doch wann das Projekt umgesetzt werden kann, ist derzeit fraglich. Hintergrund ist die schwierige Kreißsaal-Situation mit Öffnungseinschränkungen wegen Hebammenmangels.

Fehlende Hebammen sind derzeit das Hauptproblem der Enzkreis-Kliniken in Mühlacker. Foto: dpa-Archiv
Fehlende Hebammen sind derzeit das Hauptproblem der Enzkreis-Kliniken in Mühlacker. Foto: dpa-Archiv

In einer aktuellen Pressemitteilung der CDU-Kreistagsfraktion wird die Problematik erneut aufgegriffen. Demzufolge hat der Personalmangel im Kreißsaal nicht nur Folgen für Mütter, die gerne ihre Kinder in Mühlacker zur Welt bringen möchten, sondern für die unmittelbare Zukunft der Kliniken insgesamt.

Wie Landrat Bastian Rosenau auf Anfrage der CDU nämlich laut der Pressemitteilung antwortet, seien geplante Baumaßnahmen im OP sowie der Intensivstation ebenfalls von der Kreißsaal-Problematik betroffen. Rosenau erläutert, dass es aus Sicht der Klinik-Geschäftsleitung zunächst ein „gesichertes Betriebskonzept für den Kreißsaal geben“ soll, „bevor öffentliche Gelder eingesetzt werden“, um die weiteren Maßnahmen anzugehen. Sämtliche Bauprojekte würden schließlich über Förder- beziehungsweise Steuergelder teilfinanziert.

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Dieses Vorgehen dürfte nach Meinung des Landrats auch im Sinne des Kreises ein, zumal neben den Fördermitteln des Landes ebenso Investitionsgelder des Enzkreises verwendet würden. Hintergrund: Ohne Umzug des Kreißsaals sei nicht ausreichend Platz im Bestandsgebäude Mühlacker vorhanden, um die Sanierungsmaßnahmen in OP und Intensivstation beginnen zu können.

Eine ähnliche Situation ergibt sich laut des Schreibens der CDU aktuell auch am Standort Neuenbürg.

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Autor: Maximilian Lutz