Mühlacker
Mühlacker -  30.08.2026
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Klang- und Soundcollagen für alle Sinne: Planet Floyd beim Sommerevenz nach Mühlacker

Mühlacker. Gut 1500 Konzertgäste wollten Planet Floyd bei den Sommerevenz in Mühlacker erleben: mehr als 20 live dargebotene Cover-Songs aus der kreativsten Zeit von Roger Waters und David Gilmour – eingefasst von einer bombastischen Klang-, Projektions-, Pyro- und Lichtkomposition, die, wie die Rock-Musik, keinerlei Wünsche offen ließ.

Rainer Schäfle (Gitarre und Dobro), Nancy McAnally, Sandra Vine und Tressa Rose Schreiber (von links) zeigten den 1500 Gästen, was sie musikalisch drauf haben. Robin Daniel Frommer
Rainer Schäfle (Gitarre und Dobro), Nancy McAnally, Sandra Vine und Tressa Rose Schreiber (von links) zeigten den 1500 Gästen, was sie musikalisch drauf haben. Robin Daniel Frommer Foto: Frommer

Planet Floyd, so sagte Event-Manager Rolf Watzal in seiner Anmoderation, „waren tatsächlich die erste Formation, die ihr Equipment mit einem vollgepackten Lastwagen direkt zur Bühne an der stillen Enz brachten“. Mit einer Vielzahl von Instrumenten, Verstärkern, Projektoren und Computern sollte wenig später Bildassoziationen und Klangeffekte entstehen: tickende Uhren, Raketen-, Wind- und Meeresgeräusche, Glocken, Hammerschläge und die Illusion eines großen Kinderchors zu „Another Brick In The Wall“.

„Planet Floyd entstand vor 16 oder 17 Jahren im Schwanen in Waiblingen. Der am Repertoire orientierte Bandname löste die frühere Bezeichnung ‚Capra‘ ab.“ „Wir wollen die Magie erlebbar machen“, gab Gitarrist Rainer Schäfle im PZ-Gespräch zu erkennen: „Dabei hängen wir nicht sklavisch an Pink Floyds Studio-Aufnahmen“. Frontmann Mario Gebhardt ergänzte: „Wir spielen das, was uns selbst am besten gefällt – und das sind, auch bei Solo-Aufnahmen von Roger Waters, oft gerade die Live-Versionen der Titel.“ In den Reihen von Planet Floyd standen in Mühlacker außerdem die drei Sängerinnen Nancy McAnally, Sanda Vine und Tressa Rose Schreiber, Keyboarder Hartmut Jung, Saxophonist Peter Zisler, Schlagzeuger Lars Hörnig und, am „singenden“ fünfsaitigen E-Bass, Timo Bassermann. Alle Musiker kommen aus dem Dreieck Heilbronn, Stuttgart und Waiblingen; alle sind berufstätig oder bereits in Rente. Jährlich kommt die Formation auf zehn bis 15 Konzerte, zu denen nicht wenige Fans ganz gezielt anreisen.

„Als Band wird wöchentlich geprobt“, betont Sänger und Gitarrist Mario Gebhardt. „Jeder unserer Musiker muss für sich alleine genug tun – so rostet man nicht ein, wie es prominenten Formationen durchaus passiert ist, die mehrere Jahre nicht mehr auftraten“.

Bereits um 20 Uhr belagerten einige der „eisenharten“ Fans die Bühne. Mit den Titeln „In The Flesh“ und Gilmours „Learning To Fly“ und fettem Sound eröffnete die neunköpfige Formation den Abend. Für die Bühnenbeleuchtung zeichneten drei „Antevents“-Spezialisten um Lars Geiger verantwortlich.

Songs wie Zeitkapseln

Zu den konzertanten Highlights wurden – natürlich – die epischen, mehr als siebenminütigen Kompositionen „The Wall“, „Shine On You Crazy Diamond“, das Medley aus „Pigs On The Wing“ und „Mother“ sowie, im zweiten Set, „On The Run“. „Money“ und die übergangslose Kombination der anfangs getragenen Titel „Brain Damage“ und „Eclipse“. Zahlreiche Fans wiegten sich in der sehr lauten und wuchtigen Musik und sangen die Texte mit.

Weitere Infos: www.planetfloyd.de

Autor: Robin Daniel Frommer