Mühlacker
Mühlacker -  16.09.2020
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Mehr Sprechstunden, mehr Hilfe: So intensiviert Mühlacker die Integration an Schulen

Mühlacker. Es ist eines der Mammutthemen – nicht nur in Mühlacker, sondern im gesamten Land. Die Frage, wie die Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen besser gelingen kann, als dies in der Vergangenheit oftmals der Fall gewesen ist, treibt zahllose Experten wie Integrationswissenschaftler ebenso um wie die Mitarbeiter der Verwaltungen oder die Bürger vor Ort.

Integration beginnt bereits im Kindesalter, hört dort aber selbstverständlich nicht auf, sondern ist ein lebenslanger Prozess. Foto: Monika Skolimowska/dpa (Symbolbild)
Integration beginnt bereits im Kindesalter, hört dort aber selbstverständlich nicht auf, sondern ist ein lebenslanger Prozess. Foto: Monika Skolimowska/dpa (Symbolbild)

„Integration ist einer der Themenschwerpunkte, die viele Bürger Mühlackers bewegen, zu denen sie Fragen und Anliegen haben und zu denen sie nach Antworten und Lösungsmöglichkeiten suchen“, schreibt nun die Stadtverwaltung in einer Mitteilung an die Presse. Es sei aus diesem Grund geplant, erneut „Bürgersprechstunden Integration“ im monatlichen Wechsel jeweils freitags in den Mühlacker Stadtteilen anzubieten.

Trotz Kontaktsperre auf Resourcen zugreifen 

Wichtig sei es, heißt es aus dem Rathaus, dass bei den Bürgersprechstunden all jene erreicht werden, die Fragen zu Integrationsthemen oder einfach Interesse daran haben, was in dieser Hinsicht in Mühlacker bereits gemacht wird oder gemeinsam gemacht werden könnte. Gerade während des coronabedingten Lockdowns im Frühjahr habe sich gezeigt, „wie wichtig es ist zusammenzuhalten, aber auch zusammenhalten zu können“. Bürger, die – egal welchen kulturellen Hintergrundes – vorher bereits gute Beziehungen zu ihren Nachbarschaften hatten, in Gruppen der Stadt integriert waren oder sich selbst bereits ehrenamtlich für andere einbrachten, konnten während der Kontaktsperre genau auf diese Ressourcen zurückgreifen, so die Stadtverwaltung. Wer diese Netzwerke in der Stadt nicht gehabt hätte, der habe es ungleich schwerer gehabt, durch die Krise zu kommen. Die „Bürgersprechstunde Integration“ setze genau an diesen Punkten an und solle Hilfestellung, Beratung und gute Ideen bieten.

Angebot für alle

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass das Angebot nicht nur Migranten und Flüchtlingen, sondern auch Deutschen offensteht. Die Veranstaltungen sind bewusst niedrigschwellig angelegt – eine Anmeldung ist beispielsweise nicht notwendig. Wer teilnehmen möchte, kann einfach vorbeikommen und sich einbringen. „Die Besucher erwartet kein Programm, sondern eine offene Sprechstunde, bei der eigene Themen eingebracht werden können“, so die Stadtverwaltung.

Erste „Bürgersprechstunden Integration“ werden jeweils von 9 bis 11 Uhr am 23. Oktober (Enzberg), am 13. November (Lienzingen) und am 11. Dezember (Lomersheim) stattfinden. Die genauen Örtlichkeiten werden seitens der Stadtverwaltung noch bekanntgegeben.

Autor: max