Ötisheim gewinnt den Mühlacker Stadtpokal – Gastgeber Großglattbach verpasst den Heimsieg
Mühlacker. Der TSV Ötisheim entscheidet das Finale des Mühlacker Stadtpokals mit 1:0 gegen Gastgeber TSV Großglattbach für sich. Im Spiel um Platz drei setzt sich der Türkische SV Mühlacker nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen Phönix Lomersheim durch.
Der Traum vom Sieg des Stadtpokals daheim endet im Finale. Der TSV Großglattbach verliert gegen den TSV Ötisheim mit 0:1. Großglattbachs Trainer Michael Leimbert erklärt schon nach dem Halbfinale: „Mit einem zweiten Platz können wir auch leben. Aber natürlich wollen wir nicht kampflos aufgeben.“ So geht die Mannschaft ins Spiel.
In der ersten Hälfte startet Ötisheim etwas besser in die Partie, nach zehn Minuten folgt dann die erste Chance für die Heimmannschaft. Das Spiel wird daraufhin ausgeglichener, Möglichkeiten gibt es auf beiden Seiten. Großglattbach bringt seine körperliche Stärke ins Spiel. In der zweiten Hälfte wird die Partie umkämpfter. In der 43. Minute hakt Tim Eier im gegnerischen Strafraum nach und bringt den Ball zum 1:0 für Ötisheim über die Linie. Die Mannschaft macht danach Druck und versucht nachzulegen, Großglattbach wird noch vereinzelt mit Kontern gefährlich. Gegen Ende des Spiels drängt Ötisheim die Heimmannschaft immer mehr zurück, Großglattbach schafft es nicht mehr auszugleichen. Es bleibt nach 60 Minuten Spielzeit beim Sieg des TSV Ötisheim. Das Turnier war für den Sieger ein gutes Omen: Zuletzt hatte die Mannschaft den Stadtpokal 2015 gewonnen, ebenfalls in Großglattbach. Trainer Manuel Armingeon zeigt sich sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: „Heute wird erst einmal gefeiert. Morgen ist trainingsfrei, das haben sie sich verdient.“
Im Spiel um Platz drei gewinnt der Türkische SV Mühlacker gegen den TSV Phönix Lomersheim nach Elfmeterschießen mit 9:8. Das Siegerteam spielt in der Kreisklasse B1 Pforzheim und damit zwei Ligen niedriger als der Pokalsieger des Vorjahres. Lomersheim startet deutlich stärker in die Partie und hat früh klare Chancen, das Tor bleibt aber aus. Der Türkische SV kommt nach und nach besser ins Spiel, gegen Ende der Halbzeit ist die Partie ausgeglichener. Auch in der zweiten Hälfte hat Phönix zwar mehr Ballbesitz, die gefährlicheren Chancen erarbeitet sich jedoch der Türkische SV durch Konter. Tore bleiben aber aus. Es folgt ein Elfmeterdrama. Acht Schützen treffen, erst Julian Weiß trifft für Lomersheim die Latte. Justin Asemota verwandelt den entscheidenden Elfmeter zum 9:8-Sieg für den Türkischen SV. Trainer Hakan Bütün sieht das Turnier als wertvolle Erfahrung: „Kräftemessen gegen stärkere Mannschaften ist immer gut. Ich bin sehr zufrieden. Dass wir überhaupt weitergekommen sind, war ein Erfolg.“ Der SV hatte am Ende der Saison nur knapp die Chance auf den Aufstieg verpasst und zeigt auch im Pokal seine Stärke.
Großglattbachs Vorstand Philipp Rank zieht das Fazit des Turniers und lobt alle 170 Helfer: „Ich bin sehr zufrieden. Es waren viele Schichten zu besetzen, was wir geschafft haben.“ Über das gute Abschneiden der Altherren- und der aktiven Mannschaft aus Großglattbach beim Heimturnier zeigt er sich erfreut: „Wenn ich es mir davor hätte aussuchen können, hätte ich es so genommen.“
