Mühlacker
Mühlacker -  22.11.2021
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RKH Kliniken bitten Bundeswehr um Hilfe: Unterstützung für Objektschutz, Abstriche oder Eingangskontrollen erhofft

Immer mehr Covid-Patienten auf den Intensivstationen: Die PZ hat die enorme Belastung der Krankenhäuser in der vierten Corona-Welle bereits geschildert. Die RKH Kliniken, Muttergesellschaft unter anderem der Einrichtungen in Mühlacker und Neuenbürg, legen jetzt mit einem leidenschaftlichen Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger nach, sich impfen, beziehungsweise sich mit einer dritten Spritze boostern zu lassen.

Die vierte Pandemie-Welle trifft auch die RKH Kliniken mit voller Wucht. Besonders die Intensivstationen sind am Anschlag. Foto: RKH/Benjamin Stollenberg
Die vierte Pandemie-Welle trifft auch die RKH Kliniken mit voller Wucht. Besonders die Intensivstationen sind am Anschlag. Foto: RKH/Benjamin Stollenberg

Nur so könne man den teilweise bis über die Belastungsgrenzen beschäftigten Kollegen nachhaltig Luft verschaffen.

„Die vierte Pandemie-Welle trifft die RKH Kliniken bei guter Vorbereitung mit voller Wucht“, heißt es in dem offenen Brief. Dabei habe die Dauerbelastung in der Pandemie „insbesondere auf unseren Intensivstationen zu Kündigungen oder Arbeitszeitreduktionen geführt“. Nun hätten „unsere Kollegen, Freunde und Vertraute, von vielen auch Superhelden genannt (und ja, das sind sie wirklich!)“, weiterhin unter starker psychischer Belastung große Verantwortung zu tragen.

Die Engpässe stopft die RKH zunehmend verzweifelt: Zum einen ruft man die Bundeswehr zu Hilfe. Deren Angehörige könnten Kräfte etwa beim Objektschutz, bei Eingangskontrollen, aber auch bei den immer häufiger nötigen Testabstrichen freischaufeln. Die Kliniken Holding selbst schule derweil Ärzte, Pflege, selbst Mitarbeiter aus der Verwaltung, um an den Brennpunkten, aber vor allem auf den Covid-Stationen zu unterstützen, so der offene Brief. Auch wenn das keine volle Kompensation für speziell ausgebildete und erfahrene Intensivpflegekräfte sein könne.

„Die Prognosen sind nicht gut und uns alleine kann es nicht gelingen, die Welle zu entschleunigen“, so die RKH weiter. Es brauche mutige Entscheidungen der Politik. Aber auch die Vernunft aller. Neben dem Impfappell verweisen die Mediziner auch auf die fortdauernde Bedeutung von Abstandhalten, Hygiene und Masken. „Vermeiden Sie große Menschenansammlungen“, so der Aufruf: „Wir schaffen das nur mit Ihnen gemeinsam!“

Autor: hei