Mühlacker
Mühlacker -  15.10.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

SG 08/Hellas schöpft Hoffnung: Fußballer aus Mühlacker haben Chance, letzten Platz der A1 zu verlassen

Mühlacker. In der Kreisklasse A1 Pforzheim steht nach acht Spieltagen auch die SG 08/Hellas Mühlacker nicht mehr mit null Punkten da. Gegen den FV Lienzingen hat das Team ja einen 3:2-Auswärtssieg geschafft. „Das war der erste Schritt“ sagte SG-Funktionär Sergio de Sousa, der in erster Linie Vorsitzender der Fußballvereinigung 08 ist.

In der A1 hat die SG 08/Hellas blaue Trikots schon Einiges abbekommen. Doch auch wenn das Team mit dem Türkischen SV Mühlacker und anderen Clubs kaum mithalten kann, sieht es zumindest nicht zappenduster aus. Foto: Fotomoment/PZ-Archiv
In der A1 hat die SG 08/Hellas blaue Trikots schon Einiges abbekommen. Doch auch wenn das Team mit dem Türkischen SV Mühlacker und anderen Clubs kaum mithalten kann, sieht es zumindest nicht zappenduster aus. Foto: Fotomoment/PZ-Archiv

Der Spielplan spricht dafür, dass die SG in den nächsten Wochen ihre Situation, zumindest aber die Punktausbeute verbessert. In der Winterpause sollen dann ein neuer Torhüter und ein Stürmer her. Den bereits 40 Jahre alten Tobias Leopold hat es nach Metzingen verschlagen – so geht er dem Offensivspiel der Senderstädter ab. Was den Platz zwischen den Pfosten angeht, sieht de Sousa zwei Torhüter bei denen er Zweifel hat, ob der Kampf gegen den Abstieg mit ihnen erfolgreich wäre. Klar, könnten Fehler vorkommen, doch ein Torwartpatzer pro Spiel wäre zu viel. Gegen Lienzingen sah es zuletzt Hinsicht besser aus.

Das Weiterbestehen der noch jungen SG hat für de Sousa oberste Priorität. Das heißt, dass ein Abstieg aus seiner Sicht nicht unbedingt ein Beinbruch wäre. Die Frage wäre eben, wie es weitergehen würde: Das Beispiel Viktoria Enzberg zeige, dass ein Abstieg auf etwas längere Sicht nicht von Nachteil sein muss. Eine Klasse tiefer sei mit mehr Erfolgserlebnissen zu rechnen, der Druck aber nicht Sonntag für Sonntag so groß wie derzeit. führt de Sousa aus. Zudem vermutet er, dass es fürs Trainer-Team in der B-Klasse müssen etwas leichter werden würde, eigene Vorstellungen einzubringen.

Natürlich ist das Bestreben dennoch, den Abstieg zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund ist die SG eben auch bereit im Winter ein wenig zu investieren. „Die Ablöse ist dann frei verhandelbar“, sagt de Sousa. Sprich: Neue Spieler zu bekommen, ist etwas schwieriger als im Sommer – beziehungsweise man muss sie sich etwas kosten lassen.

Drei steigen ab und dass es nicht selbstverständlich ist, am Ende über dem Strich zu stehen, erscheint de Sousa klar. Die TG Stein, die meistens im Tabellenkeller hängt, zuletzt aber auch gewann, den FV Niefern II und das junge Lienzinger Team seien in jedem Fall Konkurrenten. Zudem geht de Sousa davon aus, dass sich der TSV Ötisheim eher nach unten orientieren muss.

Interessiert schaut der SG-Funktionär auf Enzberg. Nach dem Abstieg 2019 und der souveränen A-Liga-Rückkehr hatte der FC Viktoria schon in der Abbruch-Saison 2020/21 angedeutet, dass man sich nun weiter oben einreihen möchte. Derzeit steht Enzberg gar an der Tabellenspitze.

Weg des FC Viktoria als Vorbild

Eine ähnliche Entwicklung erhofft sich de Sousa für die SG. Egal, ob die diese Saison die Klasse hält, in drei, vier Jahren würde man gerne vorne mitspielen. Von einem Kreisliga-Aufstieg mag de Sousa allerdings nicht sprechen. Das hat außer mit der derzeitigen kritischen Lage auch damit zu tun, dass der Sprung in diese Liga erfahrungsgemäß ein Kraftakt ist und entsprechende Investitionen am ehesten die Chance bieten, nicht zum Spielball etablierter Kreisligisten zu werden.

Noch ist die SG Letzter. Bei einem Sieg diesen Sonntag (15 Uhr) gegen Niefern II würde sie zumindest nach Punkten mit dem Gegner gleichziehen. So Lienzingen gegen den starken FSV Eisingen verliert oder die SG deutlich gegen die Nieferner gewinnt, gibt es einen Wechsel am Tabellenende.

Autor: rks