Neuenbürg
Neuenbürg -  20.05.2026
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Alte Pforzheimer Straße und Kinderbetreuung: Viele Anpassungen in Neuenbürg

Wenn die Alte Pforzheimer Straße wie geplant Ende Oktober fertigsaniert ist, dann gibt es einige Veränderungen entlang der Strecke. Diese erläuterten am Dienstag in der Gemeinderatssitzung Bürgermeister Fabian Bader und Tiefbauamtsleiter Denis Kraft. Bereits jetzt sei klar: Auf der Straße wird Tempo 30 gelten.

Neuenbürg Sperrung Alte Pforzheimer Straße
Noch steht das Ortseingangsschild an der Alten Pforzheimer Straße vor derEinmündung zur Marxzeller Straße. Aus rechtlichen Gründen wird sich dasnach Abschluss der Straßensanierung verändern. Foto: Meyer

Das ergebe sich laut Bader aus der Fortschreibung des Lärmaktionsplans. Gleichzeitig, so erklärte es Kraft, werde aber auch das Ortsschild verlegt – und zwar deutlich in Richtung Bebauung. Steht das Schild derzeit noch bergab vor der Einmündung zur Marxzeller Straße, wird der Ortseingang rund 100 Meter Richtung Stadtkern verlegt. Die Marxzeller Straße erhält bergauf ein eigenes Ortsschild.

Ferien und Gebühren

Damit es an der Einmündung aber zu keinen gefährlichen Situationen kommt, wird stadtauswärts Tempo 50 angeordnet. Der Zebrastreifen bei der Einmündung wird zudem entfallen, da er durch die Verschiebung des Ortseingangs außerorts liegen würde, was rechtlich nicht zulässig ist. Veränderungen gibt es zudem in Sachen Bushaltestellen. Sowohl die an der Marxzeller Straße als auch jene auf der Hirschbrücke sollen wegfallen. Stattdessen wir auf halber Höhe die Haltestelle „Alte Pforzheimer Straße“ eingerichtet. Dort befindet sich auch das obere Ende der Knodelstaffel, welche die Straße für Fußgänger mit dem Enzring verbindet. Aber nicht nur um die Alte Pforzheimer Straße ging es, auch die Kinderbetreuung stand auf der Tagesordnung. Das Recht auf Ganztagsbetreuung, welches ab dem Schuljahr 2026/27 sukzessiv für Grundschulkinder gilt, wirbelt das Ferienangebot der Stadt durcheinander. Weil die Kommune bis auf 20 Tage eine Betreuung anbieten muss, reicht das bisherige Kinderferienprogramm im Sommer nicht mehr aus. Stattdessen muss man in Neuenbürg – außer über die Weihnachts- und Osterferien sowie an Brückentagen – ein ganzjähriges Ferienangebot schaffen.

Weil die Betreuung nicht allein durch das bisherige Ferienprogramm-Team zu stemmen sei, seien auch die Erzieher verschiedener Einrichtungen im Einsatz. „Zum Ausgleich erhalten sie flexible freie Tage, die nicht an die Ferien gebunden sind“, so Bader. Das bedeute aber auch, dass das bewährte dreiwöchige Sommerferienprogramm in seiner gewohnten Form 2026 letztmals stattfinden wird. Danach gehe es zunächst um die Sicherung des Rechtsanspruchs.

Zum zweiten Mal binnen eines Jahres musste der Gemeinderat zudem über eine Erhöhung der Kita-Gebühren abstimmen. Dieses Mal sollten die Beiträge zum 1. September um rund 8,5 Prozent steigen. UWV-Fraktionschef Frank Wendelstorf machte deutlich, dass es für diese Steigerung der Kita-Gebühren so keine Mehrheit geben werde. Als Kompromiss schlug er deshalb vor, die Steigerung über zwei Jahre zu machen. Er habe dies vorab mit Hauptamtsleiterin Renate Stan besprochen. Bader merkte dazu an, dass die durch die Spitzenverbände aus Politik und Trägern vorgeschlagenen Anpassungen sowieso über zwei Jahre hinweg gelten: „Wir haben das in Neuenbürg bislang immer nur auf einen Schlag gemacht.“ Der Kompromissvorschlag wurde einstimmig angenommen.

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