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Neuenbürg -  13.09.2026
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Barocktrompeten lassen Stadtkirche in Neuenbürg erstrahlen: Konzert begeistert mit „königlichem Glanz“

Neuenbürg. „Königlicher Glanz“ erstrahlte in der Neuenbürger Stadtkirche beim gut besuchten Konzert für drei Barocktrompeten, Orgeln und Pauken. Galten diese Blechblas- und Schlaginstrumente doch einst als Insignien der Fürsten und Könige und durften nur bei deren Anwesenheit gespielt werden. In Neuenbürg entfalteten sie am Freitagabend mit einem abwechslungsreichen Programm und in Verbindung mit der Königin der Instrumente – der Orgel – ihre besondere Strahlkraft.

Festliche Klänge erfüllen die Neuenbürger Stadtkirche beim Konzert für Pauken (Tolga Anlar), drei Barocktrompeten (Benedikt Kilburg, Michael Pietsch-Rether und Mark Bennett) und Orgel (Sun Kim, von links).
Festliche Klänge erfüllen die Neuenbürger Stadtkirche beim Konzert für Pauken (Tolga Anlar), drei Barocktrompeten (Benedikt Kilburg, Michael Pietsch-Rether und Mark Bennett) und Orgel (Sun Kim, von links). Foto: ferenbach

Neuenbürg. „Königlicher Glanz“ erstrahlte in der Neuenbürger Stadtkirche beim gut besuchten Konzert für drei Barocktrompeten, Orgeln und Pauken. Galten diese Blechblas- und Schlaginstrumente doch einst als Insignien der Fürsten und Könige und durften nur bei deren Anwesenheit gespielt werden. In Neuenbürg entfalteten sie am Freitagabend mit einem abwechslungsreichen Programm und in Verbindung mit der Königin der Instrumente – der Orgel – ihre besondere Strahlkraft.

Zum zweiten Mal reihte sich auf Initiative von Michael Pietsch-Rether der in Oslo lebende, englische Professor Mark Bennett in die Reihe der lokalen Profimusiker. Neben ihm und Pietsch-Rether war der bereits 2025 mitwirkende Benedikt Kilburg Teil des Trompetentrios. Tolga Anlar brachte erneut die Pauken zum Beben. Die Partien für Basso Continuo an Orgel, Truhenorgel und Cembalo übernahmen Bezirkskantorin Sun Kim und Christian David Karl, Kantor in Alpirsbach.

Die musikalische Reise führte in knapp eineinhalb Stunden durch zwei Jahrhunderte – von Deutschland über England nach Frankreich. Dabei gelang es den Künstlern, die besondere Aufführungspraxis der verschiedenen Musikgattungen, darunter Werke von Telemann, Bach, Händel, Purcell, Couperin und Charpentier, lebendig und nahbar werden zu lassen. Die technisch anspruchsvolle Artikulation der Trompeter wurde untermalt von passenden Klangfarben an der Orgel mit Orchesterfülle in den Tutti-Passagen und zurückhaltender Transparenz in der Begleitung der schlanken, obertonreichen Trompetensoli.

Klare, durchdringende Rhythmen entlockte Tongar den Pauken mit seinen Holzschlägeln. Im Largo und Adagio dominierten musikalische Eleganz und Kantabilität, das virtuos Prunkvolle im Allegro und Presto mit typisch barocken Echo-Effekten und in den tänzerischen Partien das rhythmisch-federnde Spiel.

Sehr schön interpretierten Kim und Karl das „Voluntary“ von John Stanley an Orgel und Cembalo als Wechsel aus Soli, Dialog und zweistimmigen Passagen. Zum fulminanten Finale erklangen das Prélude aus Charpentiers „Te deum“ und nach kräftigem Applaus als Zugabe der als „Trumpet Voluntary“ berühmte letzte Satz aus Clarkes Suite in D-Dur. pm