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Neuenbürg -  03.07.2026
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Porsche streicht Aufträge – auch Albert Weber in Neuenbürg betroffen?

Neuenbürg/Magdeburg. Der Autobauer Porsche setzt wieder stärker auf Verbrennermotoren. Davon profitieren auch regionale Zulieferbetriebe wie die Albert Weber GmbH in Neuenbürg. Doch die Schwesterfirma – die Weber Magdeburg GmbH – steckt jetzt in einem Dilemma. Der Grund: Nach Angaben der IG Metall zieht Hauptkunde Porsche bis Ende September sämtlicher Aufträge ab, unter anderem werden dort Zylinderköpfe hergestellt.

Insolvenz der Weber-Automotive
Der Standort von Albert Weber in Neuenbürg (früher Weber Automotive) ist derzeit gut ausgelastet. Moritz Foto: moritz

Dadurch stünden 140 Arbeitsplätze am Standort Magdeburg auf dem Spiel. Es drohe sogar die Insolvenz von Weber Magdeburg.

Das will die Weber-Holding mit Sitz in Markdorf am Bodensee auf Anfrage der PZ jedoch nicht bestätigen. Es stehe in den kommenden Wochen noch ein wichtiger Gesprächstermin (wohl mit Porsche) an. Erst dann könne man zuverlässige Aussagen über die Zukunft des Werks in Magdeburg treffen.

Insgesamt arbeiten rund 900 Menschen für die Weber-Gruppe, über 100 davon in Neuenbürg. Das Werk im Breiten Tal ist nach früheren Angaben nahezu ausgelastet. Rund 20 Prozent trage der Zylinderkopf-Auftrag für den Porsche Boxermotor bei.

Ursprünglich sei von Porsche in Aussicht gestellt worden, die Zylinderköpfe bis 2032 vom Autozulieferer Weber zu beziehen, teilt die IG Metall in Magdeburg mit. Ausgerechnet ein Mitbewerber aus Thüringen biete das Produkt jetzt deutlich günstiger an – und Porsche muss sparen. Das Konkurrenz-Unternehmen ist laut Gewerkschaft nicht tarifgebunden.