Neuhausen
Neuhausen -  14.04.2019
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Erweiterung größer als geplant

Neuhausen/Tiefenbronn. Eigentlich war alles längst entschieden. Fast zumindest. Vier Varianten standen für die Erweiterung des Schulgebäudes und zusätzlich einen Neubau für eine Cafeteria sowie Hausaufgaben- und Kernzeitbetreuung an der Verbandsschule im Biet zur Auswahl. Nötig sind die Baumaßnahmen aus Platz- und Lärmgründen.

Die Gemeinderäte in den Träger-Kommunen Neuhausen und Tiefenbronn sprachen sich in Einigkeit für eine jeweils kleinere Variante aus. Doch der gemeinsame Schulausschuss vertagte die Entscheidung, da die Schulkonferenz sowohl einen anderen Standort für den Neubau als auch eine größere Variante des Anbaus gefordert hatte – für deutlich mehr Geld (die PZ berichtete). Die Schule präferiert etwa ein zentral zwischen Grundschule und Gemeinschaftsschule gelegenes neues Gebäude mit einem gemeinsam gestalteten Zugangsbereich, anknüpfend an den geplanten Anbau der Gemeinschaftsschule. Bislang ist jedoch unklar, ob es für das Einzelgebäude, das zu nahe an der Landstraße entstünde, eine Ausnahmegenehmigung geben würde. Die Gemeinderäte hatten sich für einen Standort zwischen Grundschule und Busschleife ausgesprochen. Nun beschäftigen sich die Gremien zum zweiten Mal mit dem Thema, heute Abend macht der Gemeinderat Tiefenbronn den Anfang. Und wie der Vorlage zu entnehmen ist, zeichnet sich ein Erfolg seitens der Schulkonferenz ab.

Demnach hat das Architekturbüro Morlock inzwischen die Planung so geändert, dass der von Schulseite favorisierte Standort für den Neubau ohne Ausnahmegenehmigung möglich wäre. Diese Variante würde die Gemeinden mehr als 1,6 Millionen Euro kosten. Knapp 1,5 Millionen Euro waren für den Bau am anderen Standort geschätzt worden. Auch die Planung für das zweite Bauprojekt, den zweistöckigen Anbau an das Gemeinschaftsschulgebäude, wo drei Unterrichts- und ein Aufenthaltsraum sowie Büros, ein Aufzug und eine Behindertentoilette Platz finden sollen, wurde überarbeitet. Die Gemeinden hatten ursprünglich für die kleinere Variante für knapp über zwei Millionen Euro gestimmt. Nun soll laut Beschlussvorschlag dem Wunsch der Schule nach mehr Platz entsprochen werden – für Kosten von knapp 2,3 Millionen Euro. Insgesamt – weitere nötige Sanierungsarbeiten inbegriffen – kämen auf die Gemeinden in den kommenden Jahren so rund 6,3 Millionen Euro zu. Es wird jedoch mit Fördergeldern von bis zu 1,8 Millionen gerechnet. Dennoch wird eine Kreditaufnahme wohl unumgänglich sein.

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Nach der Vorberatung heute in Tiefenbronn und am 30. April in Neuhausen soll die abschließende Entscheidung in der Sitzung des Schulverbands am 21. Mai fallen.

Autor: Lisa Belle