Neuhausen
Neuhausen -  21.11.2021
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Marktplatz der Möglichkeiten: Ausbildungsmesse im Biet zieht Interessierte an

Neuhausen. Trotz ständig steigender Coronazahlen und strenger Kontrollen der 2G-Regel – die Ausbildungsmesse im Biet in der Neuhausener Monbachhalle am Wochenende war ein voller Erfolg. Zahlreiche Schüler belagerten die Stände der Aussteller und informierten sich umfassend. Manche kamen in Begleitung ihrer Eltern, andere hatten Freunde mitgebracht, die sich ebenfalls ein Bild über mögliche Arbeitgeber in der Region machten.

Gut besucht, aber sicher: Die Ausbildungsmesse Biet hat viele Interessierte angezogen. Gleichzeitig wurde 2G intensiv kontrolliert und eingehalten. Foto: Kunadt
Gut besucht, aber sicher: Die Ausbildungsmesse Biet hat viele Interessierte angezogen. Gleichzeitig wurde 2G intensiv kontrolliert und eingehalten. Foto: Kunadt

„Die Rückmeldungen der Aussteller, aber auch die der Besucher sind super“, sagte Matthias Gindele, Vorsitzender des Vereins für Gewerbetreibende, Selbstständige, Landwirte Neuhausen (GSL), eine Stunde vor Schluss. Gemeinsam mit Manuela Erlenmayer von der Plattform „Azubi4me“ hatte er die Ausbildungsmesse im Biet zum dritten Mal in Folge veranstaltet und ist überzeugt, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird. Im vergangenen Jahr fand die eher kleine, familiäre Messe aufgrund der Pandemie nur virtuell statt. „Dieses Mal hatten wir Glück“, so Gindele weiter. Alle seien froh, dass es dieses Angebot gebe.

„Der fast schon dörfliche Charakter nimmt vielen die Hemmungen“, berichtete der Geschäftsführer der Neuhausener Gindele GmbH, einem Spezialist für Kunststoff-Spritzguss. „Wir haben bereits drei junge Leute gefunden, die bei uns gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben – wenn sie denn wollen“, sagte er zufrieden.

Auch Florian Kächele von der Engelsbrander Firma Hapema lobte, dass viele qualitativ hochwertige Bewerber am Stand gewesen seien. „Wir haben hier heute deutlich mehr Gespräche geführt, als auf großen Messen“, sagt der Leiter der Stanztechnik, der zudem Ausbildungsleiter ist. Insgesamt 30 Aussteller haben sich auf der Ausbildungsmesse in der Monbachhalle präsentiert. „Vier Unternehmen haben in letzter Sekunde aufgrund der epidemischen Lage abgesagt“, so Gindele, der dafür Verständnis zeigte. Besonders gefragt waren neben Unternehmen wie der Erich Lacher Präzisionsteile GmbH, der Mössinger Stahl-/Metallbau GmbH, der dm Drogeriemarktkette oder der Altatec GmbH/Camlog auch die Stände des Hauptzollamts Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Pforzheim. „Wir sind aus Tiefenbronn hierhergekommen“, sagte eine Mutter, die ihre beiden Söhne zur Messe begleitete.

Sie erzählte, dass die Familie erst zugezogen sei und man nun die Messe nutze, um sich zu orientieren, Firmen kennenzulernen und Ideen zu bekommen, wie es nach der Schule für ihre Jungs weitergehen könnte. Aber auch für die Suche nach Ferienjobs sei die Messe prima geeignet. „Wir finden das total toll hier“, sagte sie begeistert.

Facharbeiter gesucht

Doch nicht nur Unternehmen und Besucher waren angetan von den Möglichkeiten, die die Ausstellung bot. Auch der Leiter des Ausbildungszentrums der Bauinnung war zufrieden. „Wir merken deutlich, dass ein Jahr lang alles stillgestanden hat“, sagte Jürgen Lipps. Die Baubranche benötige dringend Facharbeiter und die Ausbildungsmesse sei prima geeignet, um Kontakte zu knüpfen.

Dass Lipps zwei Auszubildende zum Maurer dabei hatte, die gekonnt einen Fensterbogen mauerten, um ihr Handwerk zu veranschaulichen, trug dazu sichtlich bei. „Wir sind oftmals die erste Anlaufstelle für Schüler, die ein Bauhandwerk erlernen wollen“, sagte er und freut sich, dass im Rahmen der Ausbildungsmesse so viele Kontakte geknüpft werden konnten. „Vielleicht ergibt sich im Nachgang ja das ein oder andere Praktikum“, so seine Hoffnung.

Autor: Yvonne Dast-Kunadt