Neuhausen
Neuhausen -  16.10.2018
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Mehr als ein Derby: SV Neuhausen sticht Hamberg aus

Die Partie SV Neuhausen gegen Alemannia Hamberg am vergangenen Wochenende war mehr als nur ein Derby. Im Sommer hatten die Vereine ihre Spielgemeinschaft aufgelöst.

Nach dem Derbysieg gegen Schellbronn bezwang der SV Neuhausen mit Philipp Kern (Mitte) auch Alemannia Hamberg. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
Nach dem Derbysieg gegen Schellbronn bezwang der SV Neuhausen mit Philipp Kern (Mitte) auch Alemannia Hamberg. Foto: PZ-Archiv, Hennrich

Hamberg startete daraufhin in der B-Klasse einen Neuanfang, die Partie am Sonntag war nach dem Hamberger Aufstieg nun das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften nach einem Jahr. Nicht nur für Frank Baier war die Partie ein „besonderes Spiel“. Auch die rund 400 Zuschauer in Neuhausen hätte die Begegnung nach der SG-Auflösung „elektrisiert“.

Sie sahen dann auch eine unterhaltsame Partie, die hervorragend von Schiedsrichter Jörg Augenstein geleitet wurde. Hamberg ging nach 40 Sekunden durch Toptorjäger Alex Jawo in Führung. Nach der Halbzeit hatten die Hamberger dann Pech mit einem Pfostenknaller. Dafür klingelte es auf der anderen Seite zweimal. Normann Seith (60.) und Jonas Dittrich (65.) machten mit einem Doppelschlag den SVN zum Derbysieger. „Wir hatten den größeren Willen“, meint Frank Baier, den Grund für den Prestigesieg ausgemacht zu haben. Von Genugtuung will er nicht sprechen. „Ein Derbysieg schmeckt immer gut“, doch mit den Hambergern möchte er sein Team nicht vergleichen. „Die Vereine haben unterschiedliche Philosophien. Hamberg hat aus dem Nichts, womöglich mit Sponsoren, eine Mannschaft geformt und will schnell hoch. Wir in Neuhausen gehen Step by Step und legen sehr großen Wert auf einen guten Teamgeist.“ Der scheint wohl auch in Hamberg zu passen, immerhin ist die Mannschaft von Trainer Rodolfo Jakubowski derzeit Zweiter in der A2. Frank Baier traut der Alemannia jedenfalls die Meisterschaft und damit den Durchmarsch in die Kreisliga zu. „Sie haben gute Einzelspieler. Dietlingen ist aber auch ein heißer Kandidat“, weiß der 52-Jährige.

Vielleicht ist ja sein Team das Zünglein an der Waage, wenn es um den Aufstieg geht. Aufs Rückspiel in Hamberg freut sich Baier jedenfalls jetzt schon. „Das wird auch wieder ein packendes Spiel, erst recht, nachdem wir jetzt gewonnen haben.“

Autor: Dominique Jahn