Meilenstein für Neuhausens Wehr: Neues Feuerwehrhaus größtes Projekt
Neuhausen. Mit großen Zukunftsprojekten, einem neuen Einsatzfahrzeug und einem arbeitsreichen Jahr hat die Feuerwehr Neuhausen bei ihrer Hauptversammlung gezeigt, wie stark und vielseitig die ehrenamtliche Gefahrenabwehr in der Gemeinde aufgestellt ist. Im Mittelpunkt standen vor allem der geplante Neubau des Feuerwehrhauses, die Indienststellung eines neuen Löschfahrzeugs sowie die Einsatztätigkeit.
Bürgermeisterin Sabine Wagner würdigte in ihrer Ansprache den Einsatz der Feuerwehr für die Allgemeinheit. Ein zentrales Thema ihrer Ausführungen war der geplante Bau des neuen gemeinsamen Feuerwehrhauses. Das Projekt befindet sich derzeit im Planungsverfahren. Nach der Informationsveranstaltung und der Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange läuft aktuell die Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen. Noch in diesem Jahr sollen die Entwurfsunterlagen erstellt und offengelegt werden. Ziel ist es, bis Jahresende den Satzungsbeschluss zu fassen und damit die Grundlage für das Vergabeverfahren zu schaffen. Das neue Feuerwehrhaus gilt als wichtiger Meilenstein für die langfristige Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 10, das Ende März übernommen wird und voraussichtlich im Juli offiziell eingeweiht werden soll. Das moderne Fahrzeug wird die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr deutlich verbessern. Es wird geprüft, ob das alte Fahrzeug als historisches Feuerwehrfahrzeug in der Gemeinde erhalten bleiben kann.
Kommandant Carsten Kern berichtete über das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu 30 Einsätzen alarmiert. Das Spektrum reichte von kleineren Bränden bis hin zu Verkehrsunfällen, Unwettereinsätzen und Unterstützung des Rettungsdienstes. Daneben leistete die Feuerwehr zahlreiche Wachdienste bei Veranstaltungen, wodurch sich mehrere hundert Stunden Dienst zusätzlich ergaben.
Jugendfeuerwehrwart Christian Rapp berichtete über die Entwicklung der Jugendfeuerwehr, die aus 18 Mitgliedern, darunter vier Mädchen besteht. Im Laufe des Jahres konnten neue Mitglieder gewonnen werden, gleichzeitig wechselten mehrere Jugendliche in die aktive Wehr.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Martin Irion sowie der stellvertretende Verbandsvorsitzende Joachim Straub berichteten über aktuelle Entwicklungen. Dabei ging es um interkommunale Zusammenarbeit sowie den weiteren Ausbau von Notfallmeldestellen. Im Anschluss nahmen sie Ehrungen des Landes Baden-Württemberg vor. Geehrt wurden Feuerwehrangehörige für 25 und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige Zugehörigkeit im Einsatzdienst erhielten Andreas Kais, Daniel Montesserato, Florian Kuhnle und Daniel Pfilipp. Für 40 Jahre und damit mit dem Ehrenzeichen in Gold wurde Hans-Jürgen Trumpp geehrt.
