Neuhausen
Neuhausen -  31.03.2021
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Neuhausen will mit Lärmaktionsplan zu weniger Belastung

Neuhausen. Der Neuhausener Gemeinderat hat mehrheitlich die Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung beauftragt. Nachdem das Landratsamt nach Vorlage von verkehrs- und schalltechnischen Gutachten Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten abgelehnt hatte, hofft die Gemeinde, so doch noch zu Lärmreduzierungen zu kommen.

Nachdem das Landratsamt nach Vorlage von verkehrs- und schalltechnischen Gutachten Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten abgelehnt hatte, hofft die Gemeinde, so doch noch zu Lärmreduzierungen zu kommen. Foto: Tilo Keller
Nachdem das Landratsamt nach Vorlage von verkehrs- und schalltechnischen Gutachten Tempo 30 in den Ortsdurchfahrten abgelehnt hatte, hofft die Gemeinde, so doch noch zu Lärmreduzierungen zu kommen. Foto: Tilo Keller

„Grundsätzlich ist der Lärmaktionsplan auch sinnvoll, um den Bürgern die Lärmbelastung darzustellen“, erklärte Frank Rogner vom Ingenieurbüro Koehler & Leutwein. Zum Wunsch von Tempo 30 in Ortsdurchfahrten merkte er an, dass es im Enzkreis wohl leichter sei, einen leisen Straßenbelag zu bekommen als Tempo 30 Schilder. Trotzdem sprach er den Gemeinderäten Mut zu, da es einige Beispiele gebe, wo nach der Aufstellung eines Lärmaktionsplanes, Maßnahmen durch das Landratsamt umgesetzt wurden.

„Es muss kein Einvernehmen mit dem Straßenverkehrsamt vorliegen“, sagte Gemeinderat Lukas Klingenberg (Bürger für das Biet), der aus seiner Erfahrung als Leiter der Abteilung Straßenverkehr im Landratsamt Calw berichtete. „Wenn man das Ermessen ausgeübt hat, hat man gute Karten.“ Aus dem Gremium kam auch Kritik, da das bisher erstellte Lärmgutachten keine Maßnahmen zur Folge hatte, sondern nur weitere Gutachten. „Ich schätze, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, etwa 95 Prozent“, sagte Rogner auf die Frage nach den Chancen, das anvisierte Ziel mit dem Lärmaktionsplan zu erreichen. „Dass Tempo 30 von Ortsschild zu Ortsschild kommt, dafür gebe ich keine 95 Prozent“, schränkte er ein.

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Autor: Claudia Keller