Ehemaliger Neulinger Rektor Herwarth Wißmann mit 89 Jahren verstorben
Neulingen/Knittlingen/Mühlacker. Herwarth Wißmann hat vier Jahrzehnte lang das Schulwesen geprägt – in Nußbaum und ab 1974 in der gegründeten Gemeinde Neulingen. Am 7. Januar ist er völlig unerwartet in seinem Haus in Knittlingen im Alter von 89 Jahren verstorben. Mit ihm werden auch vier Jahrzehnte Schulgeschichte einer großen Persönlichkeit zu Grabe getragen. Die meiste Zeit seines Lebens war Wißmann Schulleiter beziehungsweise Rektor. Mit großer Freude und Eifer leitete er ebenfalls 40 Jahre lang, bis Anfang 2007, die Neulinger Außenstelle der Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis.
Als junger Pädagoge trat er im April 1963 in der alten Dorfschule in Nußbaum seinen Dienst an. In seiner Anfangszeit fuhr er jeden Tag mit dem Fahrrad von seinem Wohnort Mühlacker nach Nußbaum. Im November 1964 legte er seine zweite Dienstprüfung ab und wurde Hauptlehrer. Bereits 1966 konnte das neue, für die damalige Zeit moderne Schulgebäude bezogen werden.
Wißmanns zweites größtes Erlebnis war 1988/89 der Bezug der neuen großen Schule in Bauschlott, die den Namen Friedrich-Weinbrenner-Schule (FWS) Neulingen bekam. Er war Initiator zur Gründung deren Fördervereins am 15. Oktober 1992, wo er zum Vize-Vorsitzenden gewählt wurde.
Sein Beruf war für ihn Berufung, den er von ganzem Herzen, mit Leib und Seele ausübte und in dem er völlig aufging. Er blieb zeitlebens ledig. Die FWS, in der er sehr viel Zeit verbrachte, wurde zu seiner „zweiten Heimat“. Es kam durchaus vor, dass im Rektorat die halbe Nacht lang Licht brannte.
Der Schulsport lag dem Rektor stets sehr am Herzen. Dies zeigte sich auch darin, dass unter ihm verschiedene Schulsportwettbewerbe ins Leben gerufen wurden.
2001 wurde Wißmann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Auch danach prägte ihn eine sehr starke Bindung zu Neulingen.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 20. Januar, ab 15 Uhr, auf dem Friedhof St. Peter in Mühlacker statt.
