Neulingen
Neulingen -  02.08.2021
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Seltenes Jubiläum gefeiert: Roland Sulzer ist seit genau 40 Jahren Nußbaumer Kirchendiener

Neulingen-Nussbaum. Am 1. August, auf den Tag genau vor 40 Jahren, wurde Roland Sulzer (77) Nußbaumer Kirchendiener, der das Amt bis heute von ganzem Herzen mit Leib und Seele ausübt. Bekanntlich ist er zugleich der am längsten amtierende in der Region. Seine über 700 Jahre alte Sankt-Stephans-Kirche, mit der er unzertrennlich verbunden ist, ist für ihn längst zur zweiten Heimat geworden, für die er viele Stunden an Zeit investiert. „Ich fühle mich mit meiner Kirche verwachsen“, beteuert der Nußbaumer.

Vor 40 Jahren wurde Roland Sulzer (Mitte) Nußbaumer Kirchendiener. Nun wurde er von vier Kirchengemeinderäten mit großer Freude geehrt. Von links: Marco Mayer, Kurt Stolp sowie von rechts Philipp Schilling und Patricia Kellenberger, die die Kerze im Gedenken an Pfarrer Ehmann hält. Foto: Dietrich
Vor 40 Jahren wurde Roland Sulzer (Mitte) Nußbaumer Kirchendiener. Nun wurde er von vier Kirchengemeinderäten mit großer Freude geehrt. Von links: Marco Mayer, Kurt Stolp sowie von rechts Philipp Schilling und Patricia Kellenberger, die die Kerze im Gedenken an Pfarrer Ehmann hält. Foto: Dietrich

Im Gottesdienst, den Prädikant Volker Geisel hielt, wurde Sulzer von den vier Kirchengemeinderäten Patricia Kellenberger, Marco Mayer, Kurt Stolp und Philipp Schilling geehrt. „Roland ist Sankt Stephan, ohne ihn wäre die Kirche nicht da“, dankte Stolp für 40 Jahre unermüdliche Dienste, verbunden mit dem Wunsch, dass er noch lange gesund erhalten bleibt, wofür er einen Korb voll Leckereien und einen Tag Sonderurlaub bekam. Dank, Respekt und Anerkennung zollte auch Geisel, der ebenso wünschte, dass Sulzer noch lange sein Amt ausübt.

Da er nichts von Ehrungen hält, meinte er: „Ihr wisst, dass ich das nicht will, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich schon heute den Tag Sonderurlaub genommen.“

Den Messner trifft man außer sonntags, vielmehr auch samstags an, wenn er um und in der Kirche alles sauber hält. Viel Arbeit erwartet ihn vor der Kirche, vor allem während des Herbstes, wenn das Laub der der großen über 100 Jahre alten Bäume auf den Kirchplatz fällt, sowie während des Winters bei der Räumung von Schnee und beim Streuen. Bis 2000 reinigte seine Frau Gudrun, mit der er eine Tochter und zwei Enkel hat, das Innere des Gotteshauses, bis sie dies krankheitsbedingt nicht mehr machen konnte. Seither übernimmt der Küster alle Reinigungsarbeiten alleine.

Mehr über das Thema lesen Sie am Dienstag. 3. August, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Peter Dietrich