Niefern-Öschelbronn
Niefern-Öschelbronn -  01.12.2021
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A8-Baustelle im Enztal belastet Niefern immer stärker

Niefern-Öschelbronn. Mit 17 Punkten war die Tagesordnung für die Sitzung des Gemeinderats Niefern-Öschelbronn wieder einmal pickepackevoll. Da jedoch mehrere Themen anstanden, die bereits früher eine Rolle spielten, rauschte die Ratsrunde in einem prägnanten, rund 100-minütigen Galopp durchs Programm. Einmal mehr rückte der Ausbau der A8 im Enztal in den Vordergrund.

Nichts geht mehr in Nieferns Herrenwingert bei der A 8-Sperrung im September: Selbst ein Reisebus zwängt sich durch den engen Schleichweg nach Kieselbronn, obwohl die Strecke für Fahrzeuge über sechs Tonnen gesperrt ist. Foto: Tilo Keller
Nichts geht mehr in Nieferns Herrenwingert bei der A 8-Sperrung im September: Selbst ein Reisebus zwängt sich durch den engen Schleichweg nach Kieselbronn, obwohl die Strecke für Fahrzeuge über sechs Tonnen gesperrt ist. Foto: Tilo Keller

Bürgermeisterin Birgit Förster informierte die Ratsmitglieder über eine überraschende, halbseitige Sperrung der Straße im Nieferner Vorort am Enzberg: „Da die Autobahn-Gesellschaft dort kurzfristig bis Weihnachten Vorbauten macht, regelt ab nächster Woche eine Ampel den Verkehr ganz oben am Enzberg.“

Dass diese Strecke durchs Wohngebiet Herrenwingert in Niefern-Vorort immer stärker belastet wird, schilderten Mitglieder des Gremiums. Stefan Kreuzer (LMU) wies auf die gefährliche Stelle beim Übergang zum Bahnhof hin: „Dort müssen viele die Straße überqueren, können wir dort denn einen Zebrastreifen hinsprühen?“ Das sei „natürlich nicht rechtens“, so Rathauschefin Förster, aber vielleicht könne eine Bedarfsampel mehr Sicherheit schaffen. Erik Schweickert, Vorsitzender der FW/FDP-Fraktion, war der Schleichweg durch die Untere Zeppelinstraße ein Dorn im Auge. Im kommenden Jahr soll die neue Überführung der Kreisstraße eingesetzt werden. Die Gemeindeüberführung steht aber wieder zur Verfügung. Dort zweigt die Zeppelinstraße ab.

Jedoch: Bereits 2022 wird die Brücke von Eutingen nach Kieselbronn abgerissen und erst fünf Jahre später durch eine neue ersetzt. Dann werden sich noch mehr ortskundige Fahrer durch den Vorort zwängen.

An einer anderen Stelle der A8 hofft der FDP-Politiker auf eine glückliche Fügung. Nachdem der Gemeinderat die Erneuerung der Mobilfunkantenne bei der Raststätte abgelehnt hatte, kam nun der Antrag für den Bau eines 57 Meter hohen Stahlgittermasts Richtung Hagenschieß auf den Tisch. Ob damit die Anlage bei der Rastanlage erledigt ist, sei aber nicht klar, schränkte Bauverwaltungsleiter Uwe Engelsberger ein.

Autor: Ralf Steinert