Niefern-Öschelbronn
Niefern-Öschelbronn -  23.01.2020
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Niefern-Öschelbronner Bürgermeisterin fordert zwei neue Stellen für Computer und Parksünder - und bekommt (vorerst) keine

Niefern-Öschelbronn. Birgit Förster forderte zwei neue Stellen für Niefern-Öschelbronn. Der Gemeinderat hat den Vorschlägen der Bürgermeisterin in der jüngsten Sitzung jedoch vorerst eine Absage erteilt.

Die Berufswelt wird volldigital: Computer, Internet, Handy und Tablet-PC beherrschen die Arbeitsplätze. „Doch allzu oft können wir das Dickicht des Digitaldschungels nicht mehr lichten“, schilderte Niefern-Öschelbronns Bürgermeisterin Birgit Förster in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Nöte ihrer Mitarbeiter.

Der Servicemann der PC-Fachfirma komme nur einmal in der Woche ins Rathaus. Doch was tun, wenn am nächsten Tag der Drucker spinnt? Und wo ist der Ausweg, wenn sich der externe Spezialist nicht auskennt mit Programmen, die das Kultusministerium den Schulen vorschreibt? Meist kümmert sich als Allzweckwaffe Hauptamtsleiter Ekkehard Vogel um die Probleme – „aber dafür fehlt ihm Zeit für seine ureigenen Aufgaben, da kriege ich die Krise“, brach es aus Förster heraus. „Ich brauche endlich die berühmte Eierlegende Wollmilchsau“, forderte sie von der Ratsrunde ein Votum für eine im Etatentwurf 2020 beantragte Fachkraft. Außerdem erbat sie einen zweiten Vollzugsbeamten gegen Parksünder.

Obwohl der Stellenplan erst mit dem Haushalt im Februar beschlossen wird, stimmte die Ratsrunde über einen zusätzlichen Angestellten fürs Internet im Rathaus ab. Das denkwürdige Ergebnis: Sieben Ja-, sieben Nein-Stimmen, sieben Enthaltungen – damit warf der Rat Försters Antrag schon jetzt über den Haufen. Auch mit ihrem zweiten Etat-Antrag, einen zweiten Vollzugsbeamten gegen Parksünder anzustellen, kam die Rathauschefin vorerst nicht durch. Mit elf gegen neun Stimmen entschied der Gemeinderat, das Thema zu vertagen.

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Autor: Ralf Steinert