Niefern-Öschelbronn
Niefern-Öschelbronn -  22.09.2026
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Petanque-Team aus Nieferrn verpasst Pokalsensation gegen Bundesligisten nur knapp

Pforzheim. In der dritten Pokalrunde hat das Petanque-Team aus Niefern, das in der Landesliga spielt, den Bundesligisten und aktuellen deutschen Meister BC Achern empfangen. Achern reiste mit sieben Spielern an, darunter drei Akteure aus dem Meisterteam. Rund 50 Zuschauer verfolgten das Duell.

Im Liga-Pokal finden insgesamt fünf Spiele statt. Zuerst parallel zwei Tripletten, das heißt drei Spieler gegen drei Spieler, jeder mit zwei Kugeln. Gespielt wird immer bis 13 Punkte.

Niefern spielte im Triplette 1 den Heimvorteil mit guten Leger-Kugeln nah am Cochonnet (Zielkugel) aus, allerdings zeigte sich die Klasse der Acherner, welche mit präzisen Schüssen laufend alle guten Kugeln abräumten. Damit ging Achern schnell mit 6:0 in Führung. Der erste Punkt der Nieferner zum 1:6 wurde von den Zuschauern begeistert beklatscht. Damit war der Bann gebrochen und beide Teams punkteten gleichmäßig. Der Endstand von 9:13 war ein tolles Ergebnis.

Im Triplett 2 zeigten die Nieferner Spieler eine konzentrierte Leistung und konnten mit den ersten zwei Aufnahmen schon vier Punkte holen. Nach zwei Fehlschüssen konterte Achern mit einer Drei-Punkte-Aufnahme. Doch das sollten die einzigen Punkte bleiben. Alle weiteren Nieferner Kugeln fanden ihren Weg zur Zielkugel und ein 13:3-Erfolg war eingefahren.

Mit einem 1:1 ging es in die drei Doubletten (zwei gegen zwei Spieler mit je drei Kugeln). Während Niefern eine Partie deutlich mit 3:13 verlor, sorgte das zweite Duo für den erneuten Ausgleich. Nach einer starken Vorstellung und zwischenzeitlich sechs perfekt platzierten Kugeln setzte sich Niefern mit 13:7 durch.

Damit musste beim Stand von 2:2 das letzte Doublette die Entscheidung bringen. Beim Zwischenstand von 8:8 richteten sich alle Blicke auf diese Partie. Beide Teams boten hochklassiges Petanque mit präzisen Legekugeln und spektakulären Schüssen. Selbst aus mehr als zehn Metern Entfernung gelangen mehrere Carreaus – das heißt, nicht nur die gegnerische Kugel wird entfernt, sondern auch die eigene Kugel bleibt auf genau diesem Platz liegen. Vom Publikum gab es Szenenapplaus.

Niefern schien dabei sogar auf dem Weg zur Sensation. Eine eigene Kugel lag unmittelbar am Cochonnet, zudem hatten die Gastgeber noch vier Kugeln zur Verfügung, Achern nur zwei. Doch ein Acherner Schütze beförderte die Zielkugel gezielt aus dem Spielfeld, so dass die Aufnahme wiederholt werden musste. Niefern verlor anschließend etwas den Rhythmus und musste sich schließlich mit 8:13 geschlagen geben. So setzte sich der deutsche Meister knapp mit 3:2 durch. Auch bei den Kugeln lag Achern mit 49:46 nur hauchdünn vorne. Die Gäste zollten den Niefernern großen Respekt für ihre starke Leistung. Trotz der kurzen Enttäuschung überwog beim Gastgeber deshalb der Stolz. pm