Niefern-Öschelbronn
Niefern-Öschelbronn -  11.06.2021
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Schmuckes Seniorenheim in Nieferns Ortsmitte eröffnet

Niefern-Öschelbronn. Was aus einer drögen Parkfläche doch werden kann: Jahrelang konnten Autofahrer ihr Fahrzeug auf einem Schotterplatz in Nieferns Ortskern abstellen – bis Alt-Schultes Jürgen Kurz 2014 die Idee verfolgte, den wilden Bereich zwischen Schul- und Brunnenstraße zu räumen und auf dem Gelände ein Seniorenheim anzupeilen. Bevor er 2016 in Ruhestand ging, hatte er mit zwei Partnerfirmen noch die Weichen für eine neue Pflegeeinrichtung gestellt. Jetzt hat das Heim eröffnet, mit einem Festakt wurde das Schmuckstück am Freitag eingeweiht.

Feiern die Eröffnung: Bürgermeisterin Birgit Förster (von links), Pfarrer Matthias Götz, Alt-Schultes Jürgen Kurz, Bernhard Schneider (Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung), Prälat Traugott Schächtele, Hausdirektor Jarno Noltensmeier, Matthias Günther (Geschäftsführer der FWD Hausbau), Susanne Maier-Koltschak (Regionaldirektorin der Heimstiftung), Martin Bofinger vom Konvent der Heimstiftung und Katja Kreeb, Sozialdezernentin des Enzkreises. Foto: Moritz
Feiern die Eröffnung: Bürgermeisterin Birgit Förster (von links), Pfarrer Matthias Götz, Alt-Schultes Jürgen Kurz, Bernhard Schneider (Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung), Prälat Traugott Schächtele, Hausdirektor Jarno Noltensmeier, Matthias Günther (Geschäftsführer der FWD Hausbau), Susanne Maier-Koltschak (Regionaldirektorin der Heimstiftung), Martin Bofinger vom Konvent der Heimstiftung und Katja Kreeb, Sozialdezernentin des Enzkreises. Foto: Moritz

Ende 2017 gab der Gemeinderat, nun unter Regie von Kurz-Nachfolgerin Birgit Förster, grünes Licht für das Projekt. Ende 2019 startete der Bauherr FWD Hausbau die Arbeiten. Nun stellte die Evangelische Heimstiftung, die für die soziale Fürsorge der Senioren in den 45 Pflegeplätzen und zwölf betreuten Wohnungen verantwortlich zeichnet, ihr neuestes Haus vor. In der Ortsmitte angesiedelt, bietet es den älteren Bewohnern mit kurzen Wegen zu Geschäften an der Hauptstraße und Veranstaltungsstätten in der Gemeinde eine ganz eigene Lebensqualität.

„Ich bin mir sicher, dies wird für die älteren Bewohner ein Wohlfühlort mit vielfältigen Möglichkeiten“, sagte Förster.

Weitere Besonderheit des Karl-Wilhelm-Doll-Hauses, benannt nach einem ehemaligen Seelsorger aus Niefern: Jeweils 15 Einzelzimmer sind in Wohngruppen zusammengefasst und durch eine Küche mit Aufenthalts- und Wohnbereich verbunden. „Dadurch ist es möglich, die Bewohner bei täglichen Aufgaben wie Kochen oder Backen einzubeziehen“, sagte Regionaldirektorin Susanne Maier-Koltschak. Eigens für dieses Konzept ausgebildete Alltagsbegleiter würden die Bewohner umsorgen. Zudem stehe ein schöner Innenhof zur Verfügung. FWD Hausbau vermarktete über die Sparkasse die zwölf betreuten Räume als Eigentumswohnungen.

Heimstiftung invenstiert rund sechs Millionen Euro

Leiter des Heims ist Jarno Noltensmeier, den die Stiftung bei der Einweihung ins Amt einführte. Rund sechs Millionen Euro habe die Heimstiftung in das Nieferner Projekt investiert, so Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. Es ist die dritte Einrichtung des Unternehmens im Enzkreis, neben dem Haus Talblick und dem Fachpflegeheim, beide in Engelsbrand. Direktorin Maier-Koltschak freute sich, dass der Bau trotz Corona im Zeitplan geblieben sei: „Wir konnten pünktlich eröffnen.“

Der 31-jährige Hausdirektor Noltensmeier gab einen Ausblick auf die Betreuung der Senioren. Katja Kreeb, Sozialdezernentin des Enzkreises, gratulierte der Heimstiftung zu dem neuartigen Wohnkonzept. Prälat Traugott Schächtele und Pfarrer Matthias Götz übernahmen das geistliche Wort. Nicolai Jan Hübner begleitete den Festakt musikalisch.

Autor: Ralf Steinert