Ölbronn-Dürrn
Ölbronn-Dürrn -  28.09.2019
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Kinder schaffen Insektenparadies

Ölbronn-Dürrn. Auch Ölbronn-Dürrn möchte kommunale Flächen zum Blühen, Flattern, Summen und Brummen bringen. Daher nimmt die Gemeinde, genau wie weitere 14 der 25 Naturparkgemeinden am Projekt „Blühender Naturpark“ des Naturparks Stromberg-Heuchelberg teil. Ziel des Projekts ist, auf innerörtlichen Flächen ökologisch wertvolle Wildblumenwiesen entstehen zu lassen, um sie als wichtige Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Wildbienen, Laufkäfer, Honigbienen und Co. zu gestalten.

Die Lebensräume von Insekten sind auch in der Region bedroht. Ein Projekt will nun gegensteuern.  PZ-Archiv
Die Lebensräume von Insekten sind auch in der Region bedroht. Ein Projekt will nun gegensteuern. PZ-Archiv

Bereits im Mai besichtigten Mitarbeiter des Zweckverbands Bauhof Neulingen und Ölbronn-Dürrn gemeinsam mit dem Landschaftsökologen Sebastian Frey und Julia Meny vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg sieben verschiedene Flächen in den beiden Ortsteilen. Je nach den Boden- und Lichtverhältnissen, der Nährstoffversorgung wurde eine geeignete Saatgutmischung aus heimischen Wildblumen ausgewählt und die passende Bodenvorbereitung festgelegt. Über den Sommer konnte der Zweckverband die Flächen für die Aussaat vorbereiten. So werden in diesem Herbst bei geeigneter Witterung auf insgesamt rund 500 Quadratmetern kommunaler Fläche Wiesen und Säume aus Wildpflanzen entstehen. Auf vielen anderen Flächen innerhalb der Gemeinde wird nicht extra neu angesät – aber die Pflege von kurz gepflegtem Rasen auf eine Wiesenpflege umgestellt. Auch auf diesem Wege leistet der Zweckverband Bauhof einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.

Die erste Ansaat fand nun am vergangenen Montag am Ölbronner Sportplatz statt. 13 Kinder der dritten Klasse der nahe gelegenen Eichelbergschule lernten zuvor so einiges zum Thema Wiesenpflanzen und Insekten: Wieso brauchen Insekten blühende Pflanzen? Schmecken den unterschiedlichen Insekten alle Pflanzen gleich gut? Und was brauchen die winzigen Samenkörner, um zu einer Wiesenblume zu werden? In diesem Zusammenhang dürfen sich die Kinder nun auch im Kunstunterricht weiter mit Wildbienen und Schmetterlingen befassen und passende Holzmotive bemalen. Diese werden anschließend die eingesäte Fläche verschönern, bis im nächsten Frühjahr die ersten Blüten zu sehen sind. Durch die Lage beim Sportplatz kann die Vielfalt und Entwicklung der Wildblumenwiese künftig von den Kindern bewundert und als Freiluft-Museum genutzt werden. Neben dem Beitrag zur biologischen Vielfalt können so wichtige Naturerfahrungen in der Lebenswelt der Kinder Einzug halten. pm