Ölbronn-Dürrn
Ölbronn-Dürrn -  05.12.2021
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Neue Bücherschränke sind Orte des Austausches

Ölbronn-Dürrn. Seit kurzem stehen bei den Gemeindehallen in Ölbronn und in Dürrn insgesamt zwei Bücherschränke, gestaltet von Kindern der örtlichen Grundschulen. Mit ihnen ist es in Zukunft möglich, Bücher kosten- und formlos zum Tausch oder zum Mitnehmen anzubieten – und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Mit viel Kreativität: Die aktuellen Viertklässler der Ölbronner Grundschule haben den Bücherschrank gestaltet – sehr zur Freude von Christel Lansche, Norbert Holme und Heike Kreuzberger (hinten, von links). Foto: Roller
Mit viel Kreativität: Die aktuellen Viertklässler der Ölbronner Grundschule haben den Bücherschrank gestaltet – sehr zur Freude von Christel Lansche, Norbert Holme und Heike Kreuzberger (hinten, von links). Foto: Roller

Wer will, kann auch eigene Bücher einstellen – allerdings nur solche, die den Kriterien entsprechen. Bürgermeister Norbert Holme bezeichnet die Bücherschränke als „einen Ort des Austausches“, an dem Lesespuren hinterlassen werden können. Gleichzeitig will man mit ihnen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem man Ressourcen schont. Beide werden ehrenamtlich betrieben: In Ölbronn kümmert sich Christel Lansche darum, in Dürrn Xenia Hurst und Tina Bullinger, die auch in der örtlichen Gemeindebücherei ehrenamtlich aktiv sind. „Wir haben geschaut, dass für jede Altersgruppe ein Buchangebot da ist“, erklärt Bullinger. Sie und Hurst hoffen, dass der Bücherschrank auch und gerade von Kindern und Jugendlichen genutzt wird. Eine Hoffnung, die durchaus berechtigt ist, denn viele Kinder kennen die Bücherschränke bereits: Um ihre Gestaltung haben sich nämlich Schüler der örtlichen Grundschulen gekümmert.

In Dürrn waren es die Dritt- und Viertklässler, die sich zusammen mit der Künstlerin Tanja Seidler ans Werk gemacht haben. Schon seit 18 Jahren betreut sie Kunstprojekte an der Kirsten-Boie-Grundschule und war auch dieses Mal mit Begeisterung dabei. In Ölbronn hat Rektorin Heike Kreuzberger im vergangenen Schuljahr mit ihren damaligen Drittklässlern angefangen, sich um die Gestaltung zu kümmern – und zwar zu einem Zeitpunkt, in dem die Schule noch im Distanzunterricht war. „Wir haben Aktionen gebraucht, um die Kinder zu motivieren“, erzählt Kreuzberger.

Autor: Nico Roller