Ölbronn-Dürrn
Ölbronn-Dürrn -  10.06.2021
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Schicksale in der Fremde: Kreisarchivar veröffentlicht Buch mit Auswanderergeschichten

Ölbronn-Dürrn. Christian Ulrich Böhringer geht es gut. 1817 ist der Webermeister mit seiner Familie nach Amerika ausgewandert. In einem Brief an seine Angehörigen in Ölbronn schreibt er 1830, „ich hatte deswegen wohl gethan, daß ich ausgewandert bin, dan ich hatte besser Leben in diesem Land als ich in Deuschland“.

Über das neue Buch, das sich mit Schicksalen von Auswanderern befasst, freuen sich Ölbronn-Dürrns Bürgermeister Norbert Holme (von links), Kreisarchivar Konstantin Huber und Verleger Ralf Fetzer. Foto: Roller
Über das neue Buch, das sich mit Schicksalen von Auswanderern befasst, freuen sich Ölbronn-Dürrns Bürgermeister Norbert Holme (von links), Kreisarchivar Konstantin Huber und Verleger Ralf Fetzer. Foto: Roller

Es ist nur eines von zahlreichen Auswandererschicksalen, um die es in dem neuen Buch von Kreisarchivar Konstantin Huber geht. Am Beispiel von Ölbronn und anderen Enzkreis-Gemeinden zeigt er, welche Bedeutung Inventuren, Teilungen und Pflegrechnungen für die Auswandererforschung haben. Bei der Beschäftigung mit diesen Quellen habe er „eine unglaubliche Fülle an Alltagsgeschichten“ gefunden. Schon in den 1990er-Jahren hatte er das Ölbronner Archiv erschlossen und ein Findbuch erstellt. In Verbindung mit dem von Burkhart Oertel angefertigten Ortssippenbuch war es ihm bei seiner aktuellen Forschung eine große Hilfe. Das Thema lag dem Kreisarchivar schon lange am Herzen. Inventuren, Teilungen und Pflegrechnungen gebe es zuhauf in Gemeindearchiven, sagt er: Es handle sich um einen „Schatz, der leider nur selten betrachtet wird“. Was vielleicht auch daran liegen könnte, dass es ein „Heidengeschäft“ ist, alles auszuwerten.

Mehr über das neue Buch von Kreisarchivar Konstantin Huber lesen Sie am Freitag, 11. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: rol