Ötisheim
Ötisheim -  09.09.2018
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Alte Kelter prägt die Ortsmitte: Saniertes Baudenkmal zieht Interessierte an

Ötisheim. Als ein „Schmuckstück“ für den Ort bezeichnete Bürgermeister Werner Henle die Historische Kelter in Ötisheim am Tag des offenen Denkmals. Zahlreiche Besucher waren am Sonntag gekommen, um sich ein genaueres Bild von dem aufwendig sanierten Baudenkmal zu machen.

Im luftigen Erdgeschoss der Kelter können sich die Besucher an Info-Wänden über die richtige Sanierung eines historischen Bauwerks schlaumachen. Foto: Seibel
Im luftigen Erdgeschoss der Kelter können sich die Besucher an Info-Wänden über die richtige Sanierung eines historischen Bauwerks schlaumachen. Foto: Seibel

Acht Jahre ist der Abschluss der umfangreichen Arbeiten inzwischen her, gut 4,5 Millionen Euro sind damals inklusive Fördermittel dafür aufgewendet worden. Besonders herausfordernd war dabei, erinnert sich der Bürgermeister, einerseits die alte Bausubstanz zu erhalten, andererseits aber moderne Technik auf dem Stand der Zeit einzubauen, wie etwa eine Fußbodenheizung. Das Ergebnis, das Zusammenspiel von neuzeitlichem Glas und Metall und den alten Holzfachwerken bezeichnet er als gelungen.

Energetisch vorbildlich

Recht gibt ihm die Geschäftsführerin beim Energieberatungszentrums (ebz), Edith Marquès Berger, die besonders die vorbildliche energetische Sanierung hervorhebt. Gar nicht so einfach, bei so einem alten Bauwerk. Die Kelter wurde immerhin schon 1701 errichtet. Damals gab es weder moderne Heizungssysteme noch Doppelverglasung. Von aktivem Klimaschutz hatte wohl kein Baumeister dieser Zeit je gehört.

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Genauso, wie interessierte Besucher den Tag des offenen Denkmals annahmen und die Kelter besichtigten, Vorträge hörten und sich über moderne energetische Sanierungen erkundigten, wird das historische Bauwerk von Vereinen und Veranstaltern regelmäßig bespielt. Auch private Feierlichkeiten in der Kelter stehen hoch im Kurs. Mit Rücksicht auf die unmittelbaren Nachbarn jedoch wohl kontrolliert, bei stets großer Nachfrage. Henle teilte deshalb mit: „Wir könnten eigentlich doppelt so oft vermieten.“

Eröffnet wurde der Aktionstag gestern vom Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz, die Vorträge hielten Rose Jelitko vom Amt für Baurecht und Naturschutz sowie Manfred Schmidt-Lüttmann, der selbst ein energiesparendes Baudenkmal besitzt.

Im weiteren Verlauf gab es noch Führungen und Diskussionsrunden sowie Info-Stände und eine Ausstellung.

Autor: Sebastian Seibel