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Ötisheim -  27.03.2026
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Dritter Bürgermeisterkandidat für Ötisheim: Bundeswehr-Offizier Matthias Speidel steigt ins Rennen ein

Ötisheim. Das Bewerberfeld für die Bürgermeisterwahl in Ötisheim wächst weiter: Mit Matthias Speidel bewirbt sich ein 39-jähriger Oberstleutnant der Bundeswehr um die Nachfolge von Amtsinhaber Werner Henle. Der parteilose Bürgermeisterkandidat setzt auf Führungserfahrung, Bürgernähe – und „gesunden Menschenverstand“.

Das Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Werner Henle wird zunehmend offener: Mit Matthias Speidel hat am Freitag ein dritter Bewerber seine Kandidatur für das Amt an der Spitze der Gemeinde Ötisheim bekannt gegeben. Der 39-jährige Oberstleutnant der Bundeswehr tritt als parteiloser Kandidat an.

„Ich möchte unser Ötisheim weiter stärken, weil es meine Heimat ist und weil ich hier Verantwortung übernehmen will“, erklärt Speidel.

Der gebürtige Lienzinger lebt seit 2013 mit seiner Familie in Ötisheim und engagiert sich unter anderem als Elternbeiratsvorsitzender. „Ötisheim ist für uns nicht nur Wohnort, sondern Heimat. Ötisheim ist etwas Besonderes. Hier sollen unsere Kinder aufwachsen, spielen, lernen und sicher ihren Weg gehen. Sie sind meine größte Motivation, anzutreten.“

Beruflich bringt Speidel rund 20 Jahre Führungserfahrung bei der Bundeswehr mit. Als Oberstleutnant habe er Organisationsstrukturen mit bis zu 1000 Menschen geführt – auch unter schwierigen Bedingungen. „Führung bedeutet für mich, zuzuhören, abzuwägen und am Ende verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, die für alle funktionieren. Dabei hilft mir der gesunde Menschenverstand“, sagt er. Ergänzt wird diese Erfahrung durch seinen akademischen Hintergrund als Diplom-Ingenieur für Vermessung und Landentwicklung. Themen wie Ortsentwicklung, Flächenplanung und nachhaltige Gestaltung seien ihm vertraut: „Es geht um Wachstum, um die Nutzung von Flächen und um die Verantwortung für morgen. Hier kann ich mein Wissen einbringen.“

Seine Kandidatur versteht Speidel ausdrücklich als persönliches Anliegen: „Ich kandidiere nicht irgendwo, sondern hier – in Ötisheim. Diese Kandidatur ist für mich kein Karriereschritt, sondern eine Herzensangelegenheit.“ Die Gemeinde sieht er gut aufgestellt, nun gehe es darum, die Entwicklung fortzuführen: „Ötisheim steht heute sehr gut da: schuldenfrei, mit starker Gemeinschaft und funktionierender Infrastruktur. Das ist das Ergebnis harter Arbeit vieler Menschen. Jetzt geht es darum, diese Erfolge verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen.“

In den kommenden Wochen setzt Speidel auf Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. „Ich will nicht nur hören, was die Menschen bewegt, welche Ideen sie haben und wo sie Chancen für unsere Gemeinde sehen, sondern auch aktiv selbst mit anpacken.“ Geplant seien unter anderem Besuche bei Unternehmen, Vereinen und Einrichtungen.

„Ich bewerbe mich um dieses Amt, weil ich überzeugt bin, dass wir gemeinsam die richtigen Weichen stellen können. Ötisheim verdient einen Bürgermeister, der mehr gibt als das Minimum und der bereit ist, anzupacken.“ - Matthias Speidel

Bereits zuvor hatten zwei weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen: Stefanie Ayasse-Repple, 39-jährige Zollhauptsekretärin, bewirbt sich ebenfalls parteilos und setzt auf einen „frischen Blick von außen“ sowie eine stärker bürgerorientierte Verwaltung. Konkurrenz bekommt sie auch von Julius Terhorst. Der 28-jährige Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Polizeioberkommissar bei der Bundespolizei ist in Ötisheim aufgewachsen und sitzt seit 2024 für die Junge Liste im Gemeinderat.

Die Bürgermeisterwahl findet am Sonntag, 28. Juni, statt, eine mögliche Stichwahl ist für den 12. Juli vorgesehen. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 1. Juni, um 18 Uhr. Eine öffentliche Kandidatenvorstellung ist für den 11. Juni in der Erlentalhalle geplant. Amtsinhaber Werner Henle tritt nach 32 Jahren nicht mehr an und geht Ende August in den Ruhestand.

Autor: ros/pm