Remchingen
Remchingen -  16.09.2020
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Erster Lauf seit Corona-Lockdown: „Lauf geht‘s“-Teilnehmer feiern Premiere beim Rantallauf

Remchingen-Nöttingen. Vergangenes Jahr sicherte sich Markus Nippa beim Rantallauf in Nöttingen den Sieg bei der Volkslaufserie der Sparkasse Pforzheim Calw. Diesen Triumph kann er 2020 nicht wiederholen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden fünf der sieben Läufe abgesagt. Ein Sieg beim Ranntallauf, den ihm im Vorjahr Domenik Hahn wegschnappte, ist aber durchaus möglich. Denn das Rennen in Nöttingen kann stattfinden, wenn auch fast zwei Monate später als geplant.

Die „Lauf geht’s“-Teilnehmer fühlen sich nach ihren Testläufen in Nöttingen gerüstet für ihren ersten Wettkampf.
Die „Lauf geht’s“-Teilnehmer fühlen sich nach ihren Testläufen in Nöttingen gerüstet für ihren ersten Wettkampf.

Beim TV Nöttingen hat man sich in den vergangenen Monaten ordentlich ins Zeug gelegt, um den Ranntallauf am Samstag möglich zu machen. Es ist das erste Rennen dieser Art im Enzkreis seit dem Lockdown im Enzkreis. „Die Motivation war, den Läufern wieder einen Lauf, einen Wettkampf anbieten zu können“, sagt Hubert Bittighofer, Vorsitzender des TV Nöttingen.

Ein zweiseitiges Hygienekonzept wurde erarbeitet, um die Laufveranstaltung durchführen zu können. Darin ist unter anderem auch das Vorgehen für den Start vorgesehen. Anders als gewohnt werden am Samstag immer nur fünf Athleten gleichzeitig auf die Strecke geschickt. Nach 15 Sekunden darf die nächste Fünfergruppe starten. Gestartet wird im Stadion des TV Nöttingen.

Masken statt T-Shirts

Aufgrund der Hygienevorschriften wird dieses Jahr auf ein Rahmenprogramm und Bewirtung verzichtet. Lediglich ein Fünf-Kilometer-Lauf wird abseits des Hauptlaufes angeboten. Auch die Siegerehrung fällt aus. Da Umkleide und Duschen geschlossen bleiben, werden die Sportler gebeten, schon in Laufkleidung zu erscheinen. Zudem muss auf dem Gelände des TV Nöttingen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Teilnehmer müssen diesen selbst mitbringen und dürfen diesen erst direkt vor dem Start ablegen. Im Ziel bekommen sie vom TVN eine neue Maske, die die Sparkasse Pforzheim Calw zur Verfügung stellt. „Früher gab es bei uns im Ziel T-Shirts, jetzt eben Masken“, nimmt es Bittighofer mit Humor.

Auf der Strecke gelten sowohl für die Zuschauer als auch die Läufer der Mindestabstand von 1,50 Metern. „Es gilt die Regel rechts laufen, links überholen“, so Bittighofer. Im Start- und Zielbereich sind keine Zuschauer zugelassen. Bisher haben sich über 170 Läufer für den Ranntallauf gemeldet. Die Obergrenze liegt bei 200 Läufern.

„Wir sind angenehm überrascht“, sagt Bittghofer über den großen Andrang. Anmelden kann man sich unter www.tv-noettingen.de noch bis Freitag, 7 Uhr. Nachmeldungen nicht möglich. Startschuss für den Hauptlauf ist am Samstag, um 17 Uhr, der Fünf-Kilometerlauf startet um 16 Uhr.

„Lauf geht’s“ sorgt für Betrieb

Beim Probelauf herrschte dieses Jahr viel Betrieb. Das lag vor allem daran, dass einige Teilnehmer der PZ-Aktion „Lauf geht’s“ mit dabei waren. Die Teilnehmer des Projekts trainieren seit Ende April für einen Halbmarathon. Unter ihnen sind viele Neueinsteiger, die noch nie an einem Lauf teilgenommen haben.

Eigentlich sollten die Teilnehmer Anfang Juli beim CityLauf in Pforzheim ihre Form unter Wettkampfbedingungen testen. Doch der Lauf durch den Enzauenpark fiel aus. Für diejenigen unter den „Lauf geht’s“-Teilnehmern, die bei dem Probelauf nicht dabei sein konnten, organisierte Headcoach Bianca Dicker am vergangenen Sonntag noch einen zweiten Probelauf.

Die beiden Probeläufe sollten den „Lauf geht’s“-Athleten die Angst vor dem steilen Startstück in Nöttingen nehmen. „Viele erfahrene Läufer, sagen, der Ranntallauf sei so schwer, weil es die ersten fünf Kilometer nur bergauf geht“, sagt Bianca Dicker. Das habe vielen Anfängern große Sorgen bereitet. „Aber als sie gemerkt haben, dass sie es schaffen, wenn sie am Anfang langsam machen, war die Angst weg“, berichtet Dicker.

Generalprobe für erstes Rennen geglückt

Außerdem wüssten die Teilnehmer nun, wo der Start sich befindet, also wo sie am Samstag hin müssen. Das gebe ebenfalls Sicherheit, so die Betreiberin der Sportfirma Sport-einmalig. „Einige haben sich erst nach dem Probelauf dazu entschlossen, sich für den Ranntallauf anzumelden. Davor haben sie sich die Strecke nicht zugetraut“, so Dicker.

Die Generalprobe für das erste Rennen ist geglückt. Am Samstag stehen die „Lauf geht’s“-Teilnehmer dann zum ersten Mal an einer Startlinie. Eine neue Erfahrung, bei der sie von ihren Coaches begleitet werden. Je vier Teilnehmer bilden mit einem Trainer eine Startgruppe.