Remchingen
Remchingen -  12.09.2018
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Leserfrage: Warum kostet die Brücke in der Marktstraße in Singen nun fast das Dreifache?

Remchingen. 340.000 Euro hat der Remchinger Gemeinderat für die Sanierung des historischen Baus über den Kämpfelbach im August freigegeben. Vor knapp vier Jahren wurden noch 120.000 Euro dafür veranschlagt.

Weitaus mehr Geld wird die Brücke in der Singener Marktstraße die Gemeinde kosten: Erstens sind mehr Arbeiten nötig als gedacht. Zweitens fällt ein ursprünglich angedachter Landeszuschuss sprichwörtlich ins Wasser. Foto: PZ-archiv, zachmann
Weitaus mehr Geld wird die Brücke in der Singener Marktstraße die Gemeinde kosten: Erstens sind mehr Arbeiten nötig als gedacht. Zweitens fällt ein ursprünglich angedachter Landeszuschuss sprichwörtlich ins Wasser. Foto: PZ-archiv, zachmann

Ortsbaumeister Markus Becker rechtfertigt die Kostensteigerung folgendermaßen: Bei der genaueren Untersuchung habe man die Fundamente der Natursteinbrücke nicht finden können (die PZ berichtete). Somit wüssten die beauftragten Ingenieure auch nicht, was das Konstrukt tragen könne.

Anstatt, wie 2014 ursprünglich geplant, lediglich eine neue Asphaltschicht aufzutragen, müsste laut Becker daher ein weitaus höherer Aufwand betrieben werden, um das Bauwerk wieder in Schuss zu bekommen. Erst werde die bestehende Asphaltschicht sowie das darunter befindliche Füllmaterial abgetragen und im Anschluss dann beides durch Leichtbeton ersetzt, so der Remchinger Ortsbaumeister weiter. „Das macht es teuerer.“ Und zusätzlich werde nun auch der bereits bestehende Fußweg auf Kosten der Straße verbreitert. Ende Oktober werden die Arbeiten voraussichtlich beginnen, schätzt Becker. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund sechs Wochen. Wie lange die Brücke in dieser Zeit komplett gesperrt werden muss, werde erst ein Termin mit der beauftragten Firma ergeben. Der soll laut Becker nächste Woche stattfinden.

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Und die Brücke wird noch durch ein weitere Details teurer als gedacht: Ursprünglich wollte die Gemeinde für die Sanierung der Brücke einen Landeszuschuss in Höhe von 50 Prozent abgreifen. Aufgrund der missglückten Suche nach den Fundamenten kann sie jedoch nicht die für die Finanzspritze nötige Statikprüfung vorlegen. Daher wird die Gemeinde die 340 000 Euro nun selbst stemmen. Das beschloss der Gemeinderat mehrheitlich im August. Dennis Krivec