Nach Diskussionen um Kürzung: Remchingen sucht Lösung für Ferienbetreuung
Remchingen. Im kommenden Sommer soll die Gemeinde Remchingen die kommunale Ferienbetreuung noch anbieten – oder es zumindest versuchen. „Wenn wir nicht genug Betreuer haben, dann müssen wir es vielleicht kurzfristig absagen“, sagte Bürgermeisterin Julia Wieland am Ende der Debatte in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Die vorherige Diskussion hatte deutlich gemacht: So wie es ist, wird es langfristig wohl nicht weitergehen können. Zu schwer sei es laut Verwaltung, das nötige Personal für die drei Wochen kommunale Sommerferienbetreuung zu finden. Doch der Großteil des Gemeinderats zeigte Verständnis für die Nöte der Eltern, die sich im Vorfeld per E-Mail oder in der Sitzung zu Wort gemeldet hatten. Denn durch die unterschiedlichen Ferienzeiten in den Remchinger Kitas bleibt es für viele Eltern nicht bei drei Wochen ohne Betreuung. Das betrifft vor allem Familien mit Schulkindern und kleineren Kindern.
Die Gemeinderäte beauftragten die Verwaltung deshalb damit, zu versuchen, die Schließzeiten der Kitas zu vereinheitlichen. Britta Hoffmann, Leiterin des Amts für Bildung und Familie, fürchtete allerdings, durch diesen Eingriff das Kitapersonal zu verprellen. Denn gerade „läuft es richtig gut“, sagte sie. Stülpe man nun als Träger solche Regelungen über, könnten sich die Mitarbeiter „anderweitig orientieren“.
Auch weitere Ideen hatten die Gemeinderäte eingebracht. So wurde die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen sowie der Liebenzeller Gemeinschaft angeregt. „Wir sind offen für Kooperationen“, betonte Hoffmann. Vieles habe man allerdings auch schon geprüft – ohne Erfolg. Die Sommerferienbetreuung über Personal aus der Kernzeitbetreuung zu stemmen, wie ebenfalls angeregt, sei beispielsweise nur über zusätzliches Personal möglich. Kostenpunkt laut Verwaltung: 27.000 bis 28.000 Euro.
