Remchingen
Remchingen -  18.03.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Neben Kommunen und Privatpersonen auch PZ-Hilfsorganisation „Menschen in Not“: Wichtige Unterstützung für die Remchinger Tafel

Remchingen. In großen schwarzen Kisten bringen die Ehrenamtlichen morgens die Waren in den kleinen Laden, der sich in der Singener Ortsmitte befindet. Alle sind gespendet, alle kommen während der Öffnungszeiten am Nachmittag denjenigen zugute, die nicht genug Geld hätten, um sich vernünftige Lebensmittel zu kaufen. Mit ihrem Tafelladen leistet die Remchinger Diakonie einen wichtigen Beitrag zum Abmildern finanzieller und sozialer Not.

Kämpfelbachs Bürgermeister Thomas Maag dankt Tafel-Leiterin Sigrun Leonhardt, Diakonie-Vorsitzendem Karl-Heinz Stengel und der Ehrenamtlichen Christine Götz (von links) für ihr großes Engagement.
Kämpfelbachs Bürgermeister Thomas Maag dankt Tafel-Leiterin Sigrun Leonhardt, Diakonie-Vorsitzendem Karl-Heinz Stengel und der Ehrenamtlichen Christine Götz (von links) für ihr großes Engagement. Foto: Nico Roller

Weil er der einzige im westlichen Enzkreis ist, erhält er finanzielle Unterstützung von zahlreichen umliegenden Kommunen. Auch von der Gemeinde Kämpfelbach, die jedes Jahr 2000 Euro überweist. Trotz der angespannten Haushaltslage ist das für Bürgermeister Thomas Maag „eine Pflicht und eine Selbstverständlichkeit“. Denn er weiß, dass auch viele Menschen aus Kämpfelbach die Einrichtung nutzen.

Konkret handelt es sich um 38 Erwachsene und 30 Kinder, die eine Einkaufsberechtigung haben. Damit liegt ihr Anteil bei etwas mehr als zehn Prozent. Denn insgesamt dürfen im Remchinger Tafelladen 284 Erwachsene und 236 Kinder einkaufen. Aktuell sind die Zahlen laut Karl-Heinz Stengel wieder rückläufig, nachdem sie seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich gestiegen waren. Der Diakonie-Vorsitzende weiß, dass das Angebot nicht möglich wäre ohne die rund 50 Ehrenamtlichen, die sich unter anderem um das Abholen der Waren, um das Sortieren und Einräumen, um das Verkaufen und Abrechnen kümmern. Unterstützt werden sie von jungen Menschen, die Sozialstunden ableisten.

Wenn sich wieder jemand für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst finden würde, wären Stengel und seine Kollegen sehr glücklich. Der Diakonie-Chef freut sich, dass der Tafelladen im vergangenen Jahr eine „rote Null“ geschafft hat, ermöglicht zum einen durch die Verkaufserlöse von 56.000 Euro, zum anderen durch Spenden von 41.000 Euro und die Zuschüsse der Kommunen von rund 9.000 Euro. Neben Kämpfelbach tragen auch Remchingen, Ispringen, Königsbach-Stein, Keltern und Pfinztal zur Finanzierung des Tafelladens bei.

„Die Gemeinden sind für uns ein wichtiger Faktor“, sagt Stengel, der damit auch die Kirchengemeinden meint. Inzwischen hat die Tafel ein breites Netzwerk aufgebaut. Aktuell bekommt sie relativ viele haltbare Lebensmittel gespendet, sowohl von Privatpersonen als auch von der PZ-Hilfsorganisation „Menschen in Not“ und von Einkaufsmärkten. Letztere sorgen auch für frische Lebensmittel und Aktionsware, aktuell etwa in Form von Faschingsgebäck, das übrig geblieben ist.

Einkaufen können die Berechtigten zweimal pro Woche, immer zu unterschiedlichen Zeiten, damit jeder gleich oft am Anfang dran ist und das volle Angebot zur Verfügung hat. Besonders gefragt sind Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Reis und Öl, aber auch Hygieneartikel und Süßigkeiten. Damit es für alle reicht, gibt es bei vielen Warengruppen eine Mengenbeschränkung.