Remchingen
Remchingen -  18.10.2020
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Remchingen geht trotz Corona mit verkaufsoffenem Sonntag und Hochzeitsmesse mutig in die Offensive

Remchingen. Den wohl schönsten Tag im Leben, die Hochzeit, unter einer Maske und mit begrenzter Gästezahl zu feiern, kann sich Philipp Transfeld aus Singen nicht vorstellen: „Da möchte man doch tanzen und singen“, verdeutlichte er am Sonntag beim Remchinger Hochzeitstag, bei dem sich 30 Aussteller in der Kulturhalle präsentierten: „Dann lieber warten. Dafür haben wir umso mehr Zeit, uns zu informieren und für den noch unbekannten Termin zu planen.“

Nach dem Händedesinfizieren suchten Philipp Transfeld und Laura Ritter auf der Remchinger Hochzeitsmesse am Stand von Sandra und Frank Gerlach nach den passenden Ringen für ihre Hochzeit – auch wenn der Termin corona-bedingt noch ungewiss ist. Foto: Zachmann
Nach dem Händedesinfizieren suchten Philipp Transfeld und Laura Ritter auf der Remchinger Hochzeitsmesse am Stand von Sandra und Frank Gerlach nach den passenden Ringen für ihre Hochzeit – auch wenn der Termin corona-bedingt noch ungewiss ist. Foto: Zachmann

Dass vor allem die Dienstleister mit dieser Ungewissheit zu kämpfen haben, weiß seine Zukünftige Laura Ritter ganz genau, schließlich ist sie selbst Sängerin und bekam nun reihenweise Absagen. „Vielen Paaren ist momentan die Lust am Feiern vergangen“, weiß auch die Organisatorin der Hochzeitsmesse Alexandra Klamandt. „Jetzt ist es uns wichtig, sie in Ruhe bei der Planung zu begleiten – ihnen aber auch zu zeigen, dass auf kreative Weise selbst unter Hygienebestimmungen doch vieles möglich ist.“

Für kreative Lösungen sind die Unternehmer bekannt, so auch beim Verkaufssonntag in der Gemeinde: Statt Hüpfburg, Holzwerkstatt und Co. sorgten die Geschäfte mit Abstand, Einbahnstraßen oder verpackten Köstlichkeiten dafür, dass die Kunden im goldenen Oktober ohne Gedränge stöbern konnten. „Normalerweise hätten wir 1000 solcher Sonntage im Land, dieses Mal wird es nur eine zweistellige Zahl“, verdeutlichte der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (FDP).

"Die Maske geht ja nicht über die Augen und so erkennt man auch in diesem ungewohnten Jahr, was die Unternehmer Neues haben."

Johannes Kolaska beim Streifzug durch die Nöttinger Wohnwelt

Schweickert stattete dem Aktionstag einen Besuch ab, um das Team um die BDS-Vorsitzende Angie Trautz zu loben: „Ich bin froh, dass sie den Mut hatten, den Tag unter den besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden zu lassen – schließlich brauchen wir alternative Wege, wie wir auch künftig sicher mit der Situation umgehen.“

„Die Maske geht ja nicht über die Augen und so erkennt man auch in diesem ungewohnten Jahr, was die Unternehmer Neues haben“, freute sich Johannes Kolaska beim Streifzug durch die Nöttinger Wohnwelt.

Mehr lesen Sie am Montag, 19. Oktober, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Julian Zachmann