Remchingen
Remchingen -  02.04.2021
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VR Bank zahlt Dividende nach - Nur wenige Kunden müssen bislang Negativzinsen zahlen

Remchingen. Die VR Bank Enz plus ist mit der Entwicklung im Jahr 2020 zufrieden. Die Bank habe mit „Zukunft.Gestalten.“ ein tiefgreifendes Zukunftsprojekt umgesetzt, um ihren Mitgliedern und Kunden auch bei fortschreitender Digitalisierung flächendeckend Beratungsleistungen auf hohem Niveau bieten zu können“, so der Vorstandsvorsitzende Jürgen Wankmüller in einer Pressemitteilung.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen habe die VR Bank Enz plus in allen Bereichen gute Zuwächse verzeichnet. Das betreute Kundenvolumen habe sich sich um zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Euro erhöht. Foto: vegefox.com - stock.adobe.com (Symbolbild)
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen habe die VR Bank Enz plus in allen Bereichen gute Zuwächse verzeichnet. Das betreute Kundenvolumen habe sich sich um zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Euro erhöht. Foto: vegefox.com - stock.adobe.com (Symbolbild)

„Mit unserem Maßnahmenpaket des vergangenen Jahres haben wir richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Es war richtig, diesen Weg einzuschlagen“, so Wankmüller. Im Jahr 2020 habe die Genossenschaftsbank ihr Geschäftsstellennetz gestrafft und bietet ihre Beratungsleistungen künftig in acht KompetenzCentern an. Für zwei davon, in Bauschlott und Stein, läuft gerade die Planung. In beiden Fällen sei Baubeginn in diesem Jahr. Alle KompetenzCenter böten umfassende Beratungsangebote und seien mit neuer Technik ausgestattet. Spezialisten für die Vermögensanlage, Vorsorge, Finanzierung und Absicherung stünden vor Ort zur Verfügung.

Geschäftliche Entwicklung

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen habe die VR Bank in allen Bereichen gute Zuwächse verzeichnet. Das betreute Kundenvolumen habe sich sich um zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Euro erhöht. Und nach den Sonderfaktoren aus dem Jahr 2019 habe sich das Ergebnis 2020 auf gutem Niveau stabilisiert.

„Wir sind mit dem Ergebnis in Anbetracht aller Rahmenbedingungen sehr zufrieden. In Folge der starken Nachfrage ist das betreute Kundenkreditvolumen um sieben Prozent auf 1,4 Milliarden Euro angestiegen. Wir waren für unsere Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden ein verlässlicher Partner und haben die gesamte Region mit Finanzierungen versorgt“, erläutert Ulf Meißner, im Vorstand für das Finanzierungs- und Firmenkundengeschäft verantwortlich. Auch die unvermindert hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien habee sich im Kreditvolumen niedergeschlagen. Ein Rekordjahr habe es deshalb auch für den Immobilienbereich mit über 48 Millionen Euro Umsatz gegeben.

Belastung durch Negativzins

Bei der Beantragung von staatlichen Corona-Hilfen sei schnell und unbürokratisch geholfen worden. „Mit gemischten Gefühlen sehen wir allerdings die Entwicklung der bilanziellen Kundeneinlagen“, so Vorstand Armin Kühn. Das sei eine bemerkenswerte Aussage bei einem Einlagenwachstum von 13,7 Prozent auf nun 1,2 Milliarden. Euro. Banken müssten derzeit 0,50 Prozent Negativzinsen an die Bundesbank bezahlen. Bisher habe die VR Bank nur bei wenigen Kunden mit sehr hohen Einlagen Negativzinsen berechnet. Dies seien individuell mit den betroffenen Kunden vereinbart worden. „Natürlich freut sich niemand, wenn er Negativzinsen bezahlen muss“, so Meißner.

Die VR Bank Enz plus sei im vergangenen Jahr der dringenden Empfehlung der Bankenaufsicht gefolgt und habe die Auszahlung der Dividende für 2019 verschoben. Die solide Ertragsentwicklung ermögliche es, diese Ausschüttung nun – wie angekündigt – nachzuholen. Der Vertreterversammlung werde eine Dividende von fünf Prozent (je 2,5 Prozent für die Jahre 2019/20) zur Beschlussfassung vorgelegt, so der Vorschlag.

Autor: ne