Sternenfels
Sternenfels -  23.10.2026
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7113 Kanalschäden in Sternenfels entdeckt: Sanierung kostet voraussichtlich rund zwei Millionen Euro

Sternenfels. Sternenfels. Wasser und Abwasser standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung Sternenfels. Die Ergebnisse der Kanalbefahrung brachten keine erfreulichen Nachrichten.

2024 und 2025 wurden 17 Kilometer Kanäle in Sternenfels von der Firma Hermann Umweltservice aus Pforzheim befahren. Reinhold Tress vom Büro ITR stellte am Donnerstagabend die Ergebnisse vor. 7113 Schäden im Bereich von Gefahr in Verzug bis leichter Mängel gibt es. 50 Prozent der Schäden haben laut ihm einen „ziemlich hohen Wert“. 50 Prozent der Anschlüsse an Abwasserkanäle sind defekt beziehungsweise unsachgemäß ausgeführt. Die Kosten für sofort notwendige Maßnahmen (Schadstufe 5) gab es mit 639.000 Euro an, die für Schadstufe vier mit 798.767 Euro. Rund 2,0 Millionen war die Schätzung für die Beseitigung aller Schäden.

Laut Bürgermeisterin Antonia Walch wird die Kanalsanierung die Gemeinde die nächsten Jahre beschäftigen. Die Gemeinde hat bereits jedes Jahr 500.000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt. „Da kann es einem schwindlig werden“, so Simon Betz (Freie Wähler). Fraktionskollege Klaus Riekert schlug vor, Regressansprüche zu prüfen. Eine Kanalbefahrung in Diefenbach soll kommen.

Kommunalberater Robert Häuser von der Firma Schmid und Häuser stellte die Neukalkulation von Wasser- und Abwassergebühren vor. Der Gemeinderat stimmte den Satzungen mit folgenden Gebühren zu: Wasserpreis von 2,40 Euro den Kubikmeter für 2026 und 2027 und beim Abwasser 3,86 Euro den Kubikmeter für 2026 und 4,24 Euro den Kubikmeter für 2027. Rückwirkend zum 1. Januar 2026. Bianca Lillich (LfSuD) bat, zukünftig früher über die Kalkulation abzustimmen. Rückwirkend die Gebühren zu verändern sei für den Verbraucher nicht gut. Um Wassersparen zu forcieren schlug Reiner Brand (SPD) vor, höhere Verbräuche teurer zu machen. Robert Häuser sagte, dass dies im privaten Bereich „nicht üblich“ ist.

Informiert wurde der Gemeinderat über das Bewässerungskonzept für kommunale Grünflächen.