Sternenfels
Sternenfels -  14.03.2019
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Sternenfels: Amtsgeschäfte laufen trotz Unfall des Bürgermeisters weiter

Sternenfels. Als die damalige Bürgermeisterin Sigrid Hornauer 2015 ihren Rücktritt bekannt gab, stand die Gemeinde Sternenfels unter Schock. Derzeit nun fürchten einige Bürger, dass sich ein ähnliches Szenario wiederholen könnte.

Werner Weber, Bürgermeister von Sternenfels, kann nach einem Unfall derzeit nicht alle Termine wahrnehmen. Er bemüht sich aber, allen Themen gerecht zu werden. PZ-Archiv
Werner Weber, Bürgermeister von Sternenfels, kann nach einem Unfall derzeit nicht alle Termine wahrnehmen. Er bemüht sich aber, allen Themen gerecht zu werden. PZ-Archiv

Denn der amtierende Sternenfelser Bürgermeister Werner Weber kämpft mit den Folgen eines Autounfalls und kann sich daher nicht voll und ganz der Gemeindearbeit widmen. Auf PZ-Nachfrage betont der 58-Jährige jedoch, dass er weiterhin „mit Herzblut für die Gemeinde Sternenfels und ihre Einwohner“ tätig ist. An einen Rücktritt denke er nicht. „Vielmehr möchte ich, so lange es mir mein Gesundheitszustand ermöglicht, die nächsten Jahre und so Gott will noch länger für das Wohl der Bürger von Sternenfels arbeiten.“

Und er versichert: Eine Situation wie im Jahr 2015, als Hornauer vor ihrem endgültigen Rückzug die Geschicke der Gemeinde aus gesundheitlichen Gründen über Monate hinweg ihren Stellvertretern überlassen musste, werde es nicht geben. Finanziell gehe es der Gemeinde inzwischen auch wieder besser.

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Der Autounfall geschah im vergangenen Herbst, seitdem ist Weber in fachärztlicher Behandlung. Auf dem Weg zu einem dienstlichen Termin sei ihm auf der Autobahn ein Autofahrer mit deutlich höherer Geschwindigkeit ins Heck seines Autos gefahren. „Die gesundheitlichen Auswirkungen dieses Unfalls beschäftigen mich leider immer noch und werden mich auch wohl noch länger treffen“, bedauert er. Aufgrund von Arztterminen oder Behandlungseinheiten kann Weber nicht alle Termine oder Veranstaltungen besuchen, vieles nähmen ihm seine Stellvertreter Klaus Riekert und Christoph Gutjahr (beide Freie Wähler/SPD) ab.

Vor allem Riekert weiß, was es heißt, wenn man als Stellvertreter plötzlich die Aufgaben des Bürgermeisters übernehmen muss. Er war es, der nach Sigrid Hornauers Rücktritt über Monate hinweg die Geschicke der Gemeinde lenkte. „Aber es ist schon etwas anderes, ob eine Bürgermeisterin komplett fehlt oder nur zeitweise abwesend ist“, sagt er. „Die Situation bedeutet zwar Mehrarbeit für mich, aber ich stehe in engem Kontakt mit Herrn Weber und wir stimmen alles zusammen ab.“ Riekert stehe zu 100 Prozent hinter Weber und werde ihn auch weiterhin unterstützen.

Webers gelegentliche Abwesenheit spüre sie nicht, sagt Bianca Lillich, Fraktionsvorsitzende der Liste für Sternenfels und Diefenbach. Weber arbeite viel von zuhause – von Stillstand dürfe keine Rede sein. „Ich bin mir sicher, wenn er nicht mit dem Kopf unterm Arm daherkommt, macht er seinen Job.“ Sie wünscht ihm gute Besserung. Dem schließt sich auch Andrea Garhöfer, Vorsitzende der Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler und SPD, an: „Wir wünschen ihm, dass er bald wieder fit ist und wieder zu 100 Prozent einsteigen kann.“

Mehr lesen Sie am 15. März in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: Miriam Schrader