KTV Straubenhardt verzichtet 2026 auf einen Start in der Nachwuchs-Bundesliga
Als Grund für den Schritt gibt die Kunstturnvereinigung strukturelle Gründe an.
Straubenhardt. Die Kunstturnvereinigung (KTV) Straubenhardt wird im Jahr 2026 kein Team für die Nachwuchsbundesliga (NBL) Gerätturnen der Deutschen Turnliga melden. Die Verantwortlichen haben sich nach sorgfältiger Abwägung bewusst dazu entschlossen. „Auch wenn es für viele Turnsportfreunde überraschend kommt, ist dieser Schritt für dieses Jahr für die KTV strukturell sinnvoll“, erklärt Dirk Walterspacher, NBL-Trainer und KTV-Vorstand Sport.
Zwar befinde sich die Nachwuchsarbeit mit dem hauptamtlichen Jugendtrainer Yannick Kessler auf einem guten Weg, jedoch stehe für die kommende Saison nicht ausreichend Nachwuchs im relevanten Altersbereich von zwölf bis 14 Jahren zur Verfügung. Die Turner der „ersten Generation“ haben altersbedingt keine Startberechtigung mehr, die jüngeren Eigengewächse benötigen noch Entwicklungszeit, um auf NBL-Niveau zu bestehen.
Erfolgreiche drei Jahre
Walterspacher hatte vor drei Jahren die Initiative ergriffen, ein Nachwuchsbundesligateam der Nordschwarzwälder ins Leben zu rufen. Die Erfolge der vergangenen drei Jahre bestätigen seinen Ansatz. Viele Nachwuchsturner schafften über die NBL den Sprung in den Seniorenbereich, weitere werden folgen. Beispielsweise stieg Timm Sauter mit dem Stadt-Turnverein Singen von der zweiten in die erste Bundesliga auf; Till Rapp turnt für die TG Hanauerland in der 2. Bundesliga Süd, ebenso wie Bence Szabó für den TSV Pfuhl. Luc Walterspacher absolvierte erfolgreiche Einsätze für den TV Bühl in der 3. Bundesliga Süd, Fabian Giebelhäuser und Paul Wehrle turnen in der Oberliga bzw. Verbandsliga des Badischen Turner-Bundes.
Parallel dazu wird der nächste Schritt vorbereitet: Die Straubenhardter Eigengewächse Raphael Wolfinger (Jahrgang 2010), Lenny Neff (2010) und Ben Arendt (2011) werden sukzessive ins Bundesliga-Team der KTV integriert. Wolfinger und Neff werden vermutlich schon in dieser Saison erste Geräteeinsätze haben. „Es waren drei schöne und auch erfolgreiche Jahre, in denen wir uns jeweils für das Ligafinale qualifiziert haben“ resümiert Walterspacher. „Die Jungs haben mit großem Engagement, Leidenschaft und auch vielen Emotionen für unvergessliche Momente gesorgt. Diese Erinnerungen werden bei den Turnern, Betreuern, Kampfrichtern, Eltern, Unterstützern und auch uns Trainern im Gedächtnis bleiben“, sagt er weiter.
Auf die Grundlagen baut die KTV mit Blick auf eine nachhaltige und verantwortungsvolle Nachwuchsentwicklung auf.
