Straubenhardt
Straubenhardt -  04.01.2026
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Krönung einer erfolgreichen Saison: Vierter Meisterstern für die KTV Straubenhardt

Straubenhardt. Kurz vor Jahresende wurde der KTV Straubenhardt nach dem Gewinn der zehnten deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Gerätturnen der vierte Meisterstern von der Deutschen Turnliga (DTL) verliehen. In Kombination mit dem Vereinswappen dürfen die Straubenhardter diese vier Sterne nun in der Nähe ihres Wappens offiziell tragen.

Die Turner und Funktionäre der KTV Straubenhardt freuen sich über eine erfolgreiche Saison und den vierten Meisterstern.
Die Turner und Funktionäre der KTV Straubenhardt freuen sich über eine erfolgreiche Saison und den vierten Meisterstern. Foto: Tom Arendt

Nach der Sterneregelung der DTL dürfen nach einer gewissen Anzahl an gewonnen Meisterschaften eine genau definierte Anzahl an Sternen das Mannschaftsoutfit zieren. In der DTL ist Straubenhardt nun der einzige Verein, dem vier Sterne verliehen wurden. Der nächste Stern wartet erst nach Titel Nummer 20.

Souveräne Saison

Rückblickend auf die Saison 2025 sind die Straubenhardter Turner von Beginn an ihrem zu Saisonbeginn selbst gesteckten Ziel „Titelverteidigung“ unbeirrt gefolgt und das in einer Weise, die an Souveränität und Konstanz kaum zu überbieten war. Alle sieben Vorrunden-Wettkämpfe haben die Nordschwarzwälder gewonnen, die Bilanz von 77:7 Geräte-Punkten unterstreicht die Dominanz eindrucksvoll. Die Geräte der zweiten Wettkampfhälfte Sprung, Barren und Reck wurden alle gewonnen. Mit 73 Scores gegen den TuS Vinnhorst gewann das Team der Kapitäne Andreas Bretschneider und Lukas Dauser mehr Scores als kein anderer Verein im Jahr 2025 in einem Wettkampf. Gegen Vinnhorst überließen sie dem Gegner nur 14 Scores ebenso wie gegen die TG Saar, ligaweiter Bestwert.

Nils Dunkel zeigte am Pauschenpferd mit einem Ausgangswert von 6,0 die technisch schwierigste Kür der Saison überhaupt. Die beiden Turner auf den Ausländerpositionen Félix Dolci und Illia Kovtun bekamen bei ihren Auftritten mehrmals sehr hohe Noten jenseits der 14,50 Punkte von den Kampfrichtern zuerkannt. Im Final-Wettkampf gegen den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau bekam Félix Dolci am Reck mit 14,85 Zählern die höchste Note der Straubenhardter zugesprochen. Lediglich der Italiener Gabriele Targhetta vom Siegerländer KV erturnte mit 15,30 Zählern am Pauschenpferd die Top-Note der ganzen Saison.

Doch der zehnte Meistertitel war mehr als die Summe einzelner Höchstleistungen, sondern das Ergebnis einer außergewöhnlichen mannschaftlichen Geschlossenheit. Verletzungen oder krankheitsbedingte Ausfälle konnten jederzeit kompensiert werden, die Qualität des Kaders machte Straubenhardt über die gesamte Saison hinweg unschlagbar.

Das Nachwuchsteam der KTV erreichte unterdessen mit dem fünften Platz im Finale seine beste Platzierung seit es in der Nachwuchsbundesliga (NBL) vor drei Jahren zum ersten Mal gestartet ist. „Die Jugendarbeit ist uns in der KTV sehr wichtig. Im nächsten Jahr werden Talente aus dem NBL-Team ihre ersten Geräte-Einsätze im Bundesliga-Team haben“, betonte KTV-Präsident Andreas Rapp.

Nächster Rekord im Visier

Während die Erinnerungen an eine außergewöhnliche Saison noch frisch sind, richtet sich der Blick der KTV-Verantwortlichen bereits nach vorne. Die Vorbereitungen für die Saison 2026 laufen schon. Nach zwei Meister-Tripels der Jahre 2023 bis 2025 sowie 2015 bis 2017 könnten die Straubenhardter mit einem erneuten Titelgewinn den Uralt-Rekord von TSV Bayer 04 Leverkusen einstellen. Die Turner aus Nordrhein-Westfalen gewannen von 1970 bis 1973 vier Meisterschaften in Folge.