Straubenhardt
Straubenhardt -  27.07.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Projekt „Ländlicher Raum für Zukunft“: Straubenhardt will gestalten

Straubenhardt. Das Projekt „Ländlicher Raum für Zukunft“ in Straubenhardt startete mit einem Auftaktdialog am 8. Juni gefolgt von vier Themenworkshops. Am Montagabend fand nun in einer digitalen Sitzung mit 25 Teilnehmern die abschließende Ergebnispräsentation der Workshops statt. Interessierte Bürger entwickelten bei dem Projekt Ideen für die Zukunft Straubenhardts, 75 Akteure aus verschiedenen Branchen brachten ihre Vorschläge ein.

Vier Schwerpunkte kristallisierten sich nach der Auftaktveranstaltung heraus: Nachhaltigkeit, Wohnen und Leben im ländlichen Raum, Mobilität und Verkehr sowie Arten-, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. In den vier Workshops zu den einzelnen Themengebieten arbeiteten die Gruppen ihre Ideen aus. Auf zwölf Themenskizzen wurden die Projekte präsentiert und die weiteren Schritte vorgestellt. Bei der interaktiven Sitzung konnten jederzeit Vorschläge und Ideen in die Skizzen eingetragen werden. „Herausgekommen ist ein bunter Blumenstrauß an Ideen. Das Thema Klima- und Umweltschutz brennt Ihnen unter den Nägeln und das schon vor der Unwetterkatastrophe“, erklärte Bürgermeister Helge Viehweg. „Wir in Straubenhardt retten nicht die Welt, aber man muss im Kleinen anfangen“, betonte er.

Vom Projekt „Musik für alle!“, um Kulturen zu verbinden, über das Portal Nord um die Kaufkraft in der Region zu bündeln bis hin zu Ideen zur besseren Wassernutzung und wohnortnahen Versorgung – das große Themenspektrum lieferte viele Ansatzpunkte für die Projektgruppen. Auch die Themen Verkehr mit der Optimierung des ÖPNV, die Verbindung von Landwirtschaft und Bevölkerung, ökologisches Bauen sowie das „Insektenparadies Straubenhardt“ standen auf der Agenda.

„Jetzt heißt es dranbleiben“, betonte Sandra Holzherr vom Bündnis Ländlicher Raum, die das digitale Meeting moderierte. Per Newsletter werden nun die Bündnispartner über die Ergebnisse der Veranstaltung informiert, darunter die Caritas, die Diakonie Baden-Württemberg, die IHK, der Gemeindetag, Landjugendverbände, die Landfrauen und viele andere. „Es gibt Dinge, die kurzfristig umgesetzt werden können und Projekte, die langfristig unterstützt werden müssen“, erklärte Holzherr. „Es gilt, zu prüfen, wo vielleicht auch geeignete Förderprogramme greifen können“.

Viehweg zeigte sich beeindruckt von der großen Vielfalt der Ideen. „Es ist wertvoll, was in den letzten Wochen erarbeitet wurde. An vielen Sachen, die gezeigt wurden, sind wir bereits dran, aber mich erreichten auch viele neue Impulse“, so Viehweg. Die einzelnen Gruppen suchen für ihre Projekte weiter Mitstreiter und Helfer, dazu wurde angedacht, die Ergebnisse auch online oder in regionalen Medien zu veröffentlichen.

Autor: Melanie Scheck