Straubenhardt
Straubenhardt -  07.04.2021
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Straubenhardts Initiative gegen den Mähtod hofft auf mehr Unterstützung

Straubenhardt. Ein kurzer Anruf eines Landwirts vor der Arbeit auf den Wiesen kann Rehkitze und andere Wildtiere davor bewahren, bei der Mahd verletzt oder gar getötet zu werden. Dafür braucht es Tierliebe, großes Engagement und die Bereitschaft, früh aufzustehen. Das sind die Attribute, die die Initiative gegen den Mähtod von ihrem Suchteam erwarten.

Drohnen-Piloten und Co-Piloten der Rehkitzretter: Lisbeth Scharmann (von links), Heike Haag mit einem der Fluggeräte, Andreas Wiest am Steuergerät sowie Bärbel Wiest mit einem externen Monitor. Foto Jürgen Keller
Drohnen-Piloten und Co-Piloten der Rehkitzretter: Lisbeth Scharmann (von links), Heike Haag mit einem der Fluggeräte, Andreas Wiest am Steuergerät sowie Bärbel Wiest mit einem externen Monitor. Foto Jürgen Keller

Die Gruppe, die sich stets über neue Helfer freut, besteht derzeit aus zehn Frauen und Männer – mit Straubenhardt und Umgebung als Einsatzgebiet. Wiesen werden vor dem Mähen von der Gruppe abgesucht und Tiere bis zum Abschluss der Mahd in Sicherheit gebracht. Ins Leben gerufen wurde die Initiative vor fünf Jahren von Saskia Wicker und Anja Krämer, die in abgemähten Feldern abgetrennte Rehbeine fanden. Im vergangenen Jahr wurden 57 Rehkitze aufgestöbert und deren Leben gerettet.

Anfangs sind die Suchteams zu Fuß die Felder abgegangen und waren hoffnungslos überfordert. Da immer mehr Landwirte und Jäger um Unterstützung bitten, erfährt die Initiative seit drei Jahren Unterstützung durch moderne Drohnentechnik mit Restlicht- sowie weiteren hochempfindlichen Wärmebildkameras. „Technisch sind wir dem Anfrageaufkommen mit einer weiteren Drohne nachgekommen, gesteuert von Heike Haag“, sagt Drohnenpilot Andreas Wiest. Die Piloten der beiden Fluggeräte im Wert von 12.000 und 3000 Euro, sind im Besitz des EU-Fernpilotenscheins der Europäischen Flugsicherheitsbehörde. Unterstützt werden sie von den Co-Pilotinnen Bärbel Wiest und Lisbeth Scharmann an externen Monitoren. Da die Gruppe alles selbst finanziert und die Ausrüstung allerhand Kosten verursacht, ist die Initiative nicht nur auf Helfer, sondern auch auf Spenden angewiesen.

Kontaktaufnahme E-Mail unter suchteam-straubenhardt@web.de oder telefonisch unter Rufnummer (07082) 414379. Weitere Infos auf Facebook https://www.facebook.com/ groups/rehkitze/(„Initiative gegen den Mähtod“)

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 8. April, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Jürgen Keller