Straubenhardt
Straubenhardt -  03.02.2026
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Zwei Wochen Zeltkirche in Straubenhardt: Sechs christliche Gemeinden stellen sich Herausforderung

Straubenhardt. 20 auf 30 Meter ist sie groß, bestuhlt fasst sie bis zu 600 und ansonsten mehr als 1000 Menschen – die Zeltkirche der Evangelischen Landeskirche in Baden-Württemberg (ELKW). Vom 13. bis 28. Juni wird sie auf dem Feldrennacher Festplatz stehen, wenn dort eines von drei diesjährigen Zeltkirchenfestivals in Württemberg stattfindet.

Zeltpfarrer Martin Weber (von links), Tine Ratz von der CG Ellmendingen, Matthias Gerlach als evangelischer Pfarrer von Feldrennach und Pfinzweiler, Monika Eberle von der Evangelisch-methodistischen Kirche Pforzheim, Oliver Elsässer als evangelischer Pfarrer von Langenalb und Marxzell, Marga Linder als Repräsentantin der örtlichen katholischen Gemeinde, Thomas Held als evangelischer Pfarrer der Verbundgemeinde Schwann-Dennach-Ottenhausen, Zeltmeister Michael Möck sowie der Conweiler Pfarrer David Gerlach freuen sich auf das Zeltkirchenfestival in Straubenhardt.
Zeltpfarrer Martin Weber (von links), Tine Ratz von der CG Ellmendingen, Matthias Gerlach als evangelischer Pfarrer von Feldrennach und Pfinzweiler, Monika Eberle von der Evangelisch-methodistischen Kirche Pforzheim, Oliver Elsässer als evangelischer Pfarrer von Langenalb und Marxzell, Marga Linder als Repräsentantin der örtlichen katholischen Gemeinde, Thomas Held als evangelischer Pfarrer der Verbundgemeinde Schwann-Dennach-Ottenhausen, Zeltmeister Michael Möck sowie der Conweiler Pfarrer David Gerlach freuen sich auf das Zeltkirchenfestival in Straubenhardt. Foto: Nils Gundel

Eineinhalb Jahre Vorarbeit habe es gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen, erzählte der Pfarrer von Conweiler, David Gerlach, jüngst. Einer Einladung zur Zeltfestival-Kick-off-Veranstaltung im Conweiler Gemeindehaus waren rund 100 Menschen der unterschiedlichen beteiligten Kirchengemeinden gefolgt: die drei evangelischen Straubenhardter Gemeinden, die katholische Gemeinde, die Evangelisch-methodistische Kirche Pforzheim und die Christliche Gemeinde Ellmendingen (CG).

Alle Angebote kostenlos

Gut gelaunt stellten Gerlach, Zeltpfarrer Martin Weber und Zeltmeister Michael Möck das bunte Programm vor, das in einer Zeltkirche möglich ist. Zielgruppe sind dabei explizit nicht nur gläubige Christen, sondern auch jene die vielleicht noch nie mit dem Christentum in Kontakt waren oder schon lange nichts mehr damit zu tun hatten.

In Straubenhardt ist die Zeltkirche eines von zwei Großevents im Sommer 2026, findet doch nur wenige Wochen später das diesjährige Happiness Festival in Schwann statt. Und ähnlich dem Musik- dürfte auch das Zeltfestival ein großer Besuchermagnet werden. Laut Martin Weber ist der Einzugsbereich deutlich größer als die sich beteiligenden Kirchengemeinden; die Landeskirche spricht auf ihrer Webseite von bis zu 30.000 Besuchern.

„Wir wollen ein Ortsereignis schaffen, damit Jesus Ortsgespräch wird“, so Weber. Und: „Alles Angebotene ist grundsätzlich kostenlos.“

So verstehe man in der Zeltkirche Gastfreundlichkeit. Möglich machen das Spenden und Sponsoring, schließlich kostet die Austragung zwischen 50.000 und 70.000 Euro.

Konfessionen treten zurück

Es ist also eine Mammutaufgabe, die da auf die christlich Engagierten im westlichen Enzkreis zukommt, aber die nehmen diese Herausforderung gerne an. Denn auch das wird vorab deutlich: Hier arbeiten Christinnen und Christen zusammen auf ein gemeinsames Ziel hin – unabhängig von Konfession, unabhängig von landeskirchlicher Zugehörigkeit. Und hier ist auch eine ordentliche Kopfzahl an Helferinnen und Helfern gefordert, schließlich muss sich nicht nur um das vielfältige Programm gekümmert werden. Auch eine Zeltwache will organisiert, die Essensausgabe wie der Spüldienst gewährleistet sein.

„Wir versuchen, einen Wal an Land zu ziehen – mit Spielzeugangeln“, sagt Oliver Elsässer, evangelischer Pfarrer von Langenalb und Marxzell.

Und deutet an, dass die Konfessionen künftig vielleicht gar keine Rolle mehr spielt. Und Tine Ratz von der CG Ellmendingen freut sich darüber, dass sich so viele Menschen für die Zeltkirche zusammentun: „Das gab es so hier in der Region glaub ich noch nie.“

Und obgleich das Programm noch nicht vollständig ist, so sind zahlreiche Punkte bereits jetzt klar: etwa der Männerabend respektive die Ladies Celebration. In Kooperation mit den Schlepperfreunden wird es an der Sonnwendfeier einen Schleppergottesdienst geben, und auch ein Blaulichttag ist geplant. Außerdem wird der Karlsruher Physiker zum Thema „Der Urknall und die Gottesfrage“ sprechen. Und auch so will man örtliche Vereine und bekannte Personen einbeziehen.

Das Zeltkirchenfestival in Straubenhardt geht also von der Planung in die Umsetzung. Und die Verantwortlichen freuen sich auf die Herausforderung und all‘ die Kontakte, die daraus erwachsen können.

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