Wiernsheim
Wiernsheim -  30.12.2018
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Boxing-Cup in Wiernsheim: Großer Jubel bei Iptinger Kickern

Wiernsheim. Die Fußballer des SV Iptingen haben am Samstag den ersten Boxing Cup des TSV Wiernsheim gewonnen. In einem spannenden Endspiel siegten sie in der Wiernsheimer Lindenhalle 3:2 gegen die Spielvereinigung Mönsheim.

Der Sieg bei der Premiere brachte den Fußballern vom Sportverein Iptingen in Wiernsheim den Boxing-Cup Wanderpokal. Foto: Fotomoment
Der Sieg bei der Premiere brachte den Fußballern vom Sportverein Iptingen in Wiernsheim den Boxing-Cup Wanderpokal. Foto: Fotomoment

Nur fünfzehn Sekunden vor Spielschluss konterten die Iptinger und konnten somit das Spiel für sich entscheiden. Dafür gelang Bastian Werthwein eine Flanke von rechts in Richtung linker Torpfosten, wo Heiko Knodel im Zweikampf den Ball mit dem Kopf erwischte und ihn gekonnt in das drei Meter entfernte Tor manövrierte.

„Wer das letzte Tor schießt, gewinnt“, meint Iptingens Spieler Raphael Bental besonnen. Riesen Jubel kam dennoch bei ihm und seinen Mitspielern über den freudigen Last-Minute-Sieg auf. Bastian Werthwein hatte die Iptinger mit dem ersten Tor in Führung gebracht, bevor Janos Maier mit zwei Toren die Mönsheimer auf die Überholspur bugsierte. Iptingens Benjamin Rapp glich später wieder aus. Für das Publikum ein mehr als ansprechendes Endspiel. Dynamisch, offensiv, mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten.

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Im Spiel jeder gegen jeden wurde der Giga-Mobil Boxing Cup 2018 ausgetragen – initiiert von Wiernsheims Trainer Serkan Ibar. „Bei unserer Fußballabteilung bewegt sich was“, sagte er. Das Turnier soll dies zeigen und außerdem „die Winterpause füllen“, betonte Ibar. Seit dieser Saison ist der ehemalige U 16 und U 17 Trainer des 1. CfR Pforzheim Chef-Coach beim TSV Wiernsheim (KreisligaB 7 Enz/Murr). Das neue auf fünf Jahre angelegte Konzept des Vereins hat ihn überzeugt. Die Leistung soll im Vordergrund stehen. Sein ehrgeiziges Ziel ist es, den Aufstieg in der nächsten Saison anzupeilen. Die Spieler hätten jedenfalls das Potenzial, so Serkan Ibar. Für ihn wurde das bisher aber nicht abgerufen. „Es gibt viele Baustellen“, sagte er. Taktik, Stellungsspiel, Laufverhalten, an vielen Dingen will der Wiernsheimer arbeiten.

Sein 17-jähriger Sohn Deniz Ibar kam vom CfR zurück zu seinem Heimatverein. Das soll Signalwirkung haben, um weitere ehemalige Wiernsheimer Jugendspieler zum TSV zurückzuholen. „Ich bin im Gespräch mit einigen von ihnen“, so Serkan Ibar.

Für den Boxing-Cup fehlten ihm drei verletzte Spieler. Das Turnier brachte seiner Mannschaft durchaus Erfolge. Der höherklassige FV Öschelbronn wurde mit 2:1 besiegt und im Spiel um Platz fünf gewann Wiernsheim schließlich mit 3:1 gegen den FV Lienzingen. „Es braucht seine Zeit“, ist sich Ibar im Klaren. Für den Trainer das Fundament seiner Arbeit. Ebenso wie erfolgsorientiert zu arbeiten.

Kay Bäumges sieht erste positive Veränderungen. „Bei der Spieltechnik ist es bereits besser geworden“, so der Vorsitzende des TSV Wiernsheim. Für den Boxing-Cup sieht er noch Luft nach oben. Zehn Mannschaften sollten im nächsten Jahr möglich sein.

Im Spiel um Platz drei setzte sich beim Boxing-Cup die TG Stein gegen Öschelbronn mit 3:2 durch. Zu den besten Torschützen des Turniers gehörten überdies Bastian Werthwein und Nils Brunhorn mit jeweils neun Treffern.

Autor: Volker Henkel