Wiernsheim
Wiernsheim -  02.01.2019
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Das kostet die Acht-Stunden-Rettung des Hundes Gypsi

Mühlacker/Wiernsheim. Der Einsatz in der Silvesternacht wird wohl in die Geschichte der spektakulärsten Tierrettungen der Mühlacker Feuerwehr eingehen: Der Berner Sennenhund „Gipsy“ ist gegen 22 Uhr mit seinem Herrchen im Wald unterwegs, als er sich wegen eines Knalls – vermutlich durch eine frühzeitig entfachte Silvesterrakete ausgelöst – erschreckt, losreißt und sich in einem Abwasserrohr zwischen Serres und Großglattbach versteckt (PZ berichtete).

Die Feuerwehr rückt an und muss den Asphalt aufreißen und das Rohr aufschneiden. „Gipsy“ wird gerettet – eine erfreuliche Nachricht nicht nur für alle Beteiligten. Doch einen Tag später beschäftigt die Menschen eine ganz bestimmte Frage: Was kostet dieser Einsatz eigentlich – und hätte er vermieden werden können? Matthias Donath, Einsatzleiter vor Ort und Mitglied bei der Mühlacker Wehr, stellt klar, dass die Feuerwehr nicht nur dafür da sei, Menschenleben zu retten. Der Hund habe sich in einer lebensbedrohlichen Lage befunden, weshalb der Einsatz absolut gerechtfertigt gewesen sei. „Und die Kosten halten sich im Rahmen“, ergänzt er. Alles in allem – der Einsatz an sich, die Hinzunahme eines Baggers und die nun anstehenden Reparaturarbeiten – belaufen sich auf rund 8000 Euro. Bezahlt wird das aus dem üblichen Feuerwehretat.

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Der Einsatz hat auch überregional für Aufsehen gesorgt: Sowohl Sat.1, RTL, ARD und der SWR sendeten ihre Berichte auf Grundlage der Fernsehbilder von TV-BW, einem Tochterunternehmen der „Pforzheimer Zeitung“.

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Autor: Miriam Schrader