Fruchtig, leicht und für warme Tage: Adler-Bräu aus Wiernsheim präsentiert neues Sommerbier „Hopfensonne“
Wiernsheim. Mit Mandarine- und Grapefruitnoten, eigenem Pale-Ale-Glas und sommerlichem Etikett bringt die Adler-Bräu Wiernsheim ihr neues Jahrgangsbier an den Start. Die Brüder Leopold und Conrad Volk wollen die „Hopfensonne“ künftig als neues Sommerbier der Brauerei etablieren.
Null Grad zeigt das Thermometer im Keller der Brauerei Adler-Bräu in Wiernsheim. Zwischen Tanks und blankem Edelstahl zapfen Leopold und Conrad Volk frisch das neue Jahrgangsbier ab – ein Sommerbier. Der Kontrast passt. Denn die „Hopfensonne“, die die Brauerei am Samstag offiziell vorstellt, soll genau das sein: leicht, fruchtig und gemacht für heiße Tage.
„Das läuft bei warmem Wetter gut runter“, sagt Braumeister Leopold Volk.
Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Conrad führt er die Familienbrauerei inzwischen in fünfter Generation. Schon rund ein Jahr zuvor hätten die Überlegungen für das neue Bier begonnen. Relativ schnell sei die Entscheidung gefallen. „Ein Pale Ale“, erzählt Volk. „Sehr fruchtig, sehr leicht – perfekt für den Sommer.“
Entstanden ist ein Bier mit vier Prozent Alkohol und zehn Prozent Stammwürze. Für die besonderen Aromen sorgt der Hopfen „Mandarina Bavaria“ aus Tettnang. Die Brauerei arbeitet seit Jahren mit demselben Hopfenbauern zusammen. „Da riecht man sich durch die ganzen Sorten“, sagt Conrad Volk. Die passende Entscheidung sei dann schnell gefallen. Die fruchtigen Noten stammen dabei ausschließlich vom Hopfen. „Mandarine und etwas Grapefruit“, beschreibt Leopold Volk den Geschmack. Entscheidend sei die sogenannte Kalthopfung gewesen. Dabei wird der Hopfen erst später im kalten Tank hinzugegeben. „So bleibt das volle Aroma im Bier enthalten“, erklärt der Braumeister. Gebraut worden sei das Bier dennoch streng nach dem deutschen Reinheitsgebot, ergänzt sein Bruder.
Eigenes Glas fürs Pale Ale
Passend zum neuen Bier hat die Brauerei sogar ein eigenes Glas für Pale Ale entwickelt. Auch das Design der Flaschen greift das sommerliche Konzept auf: Das Etikett ist in Gelbtönen gehalten, dazu kommen Sonne und Hopfen als zentrale Elemente. Mit der „Hopfensonne“ ersetzt Adler-Bräu zugleich sein bisheriges Sommerbier „Lindenquell“. Das setzte bereits stärker auf fruchtige und karamellige Noten als die klassischen Biere der Brauerei. Mit dem neuen Pale Ale wollen die Brauer die sommerliche Linie nun weiterentwickeln. Auch der Name sei bewusst gewählt worden.
„Wir versuchen, die Namensgebung sehr deutlich zu machen“, sagt Leopold Volk.
„Hopfensonne impliziert einfach direkt etwas Sommerliches.“ Die Erfahrungen mit dem Jubiläumsbier aus dem vergangenen Jahr spielen bei der neuen „Hopfensonne“ durchaus auch eine Rolle. Das Bier zum 160-jährigen Bestehen der Brauerei sei zwar kein offizielles Sommerbier gewesen, habe aber eine enorme Nachfrage ausgelöst. „Wir kriegen bis heute Anfragen“, erzählt Leopold Volk. Bruder Conrad spricht sogar von „beginnenden Petitionen“. Wegen der großen Nachfrage planen die Brüder, das Jubiläumsbier im August und September noch einmal aufzulegen.
Dass saisonale Biere irgendwann ausverkauft sind, gehört für die Brüder allerdings dazu. „Wenn weg, dann weg“, sagt Conrad Volk. Kurzfristig nachbrauen lasse sich nicht beliebig. Rund sechs Wochen brauche ein Ale, bis es fertig sei. Zudem müssten Lagerzeiten eingehalten werden. Derzeit lagern bereits zwei Sude im Keller. Pro Sud entstehen rund 2400 Liter Bier. Wie lange die Vorräte reichen, hängt davon ab, wie stark die Nachfrage anläuft. Ziel sei es, möglichst bis August auszukommen. „Wenn es uns sofort aus den Händen gerissen wird, machen wir noch mehr“, sagt Leopold Volk. Ganz ausschließen wollen die Brüder aber nicht, dass die „Hopfensonne“ früher vergriffen ist. „Damit können wir leben.“
Offiziell vorgestellt wird das neue Jahrgangsbier beim Jahrgangsbierfest am Samstag, 9. Mai, gemeinsam mit der Brauereigaststätte „Zum Adler“. Bürgermeister Matthias Enz übernimmt um 15 Uhr den Fassanstich. Ab 18 Uhr sorgt die Band „Chamäleon“ für Live-Musik. Bereits ab Montag startet dann der Verkauf des neuen Bieres – solange der Vorrat reicht.
