Wiernsheim
Wiernsheim -  18.02.2021
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Tauziehen im Wiernsheimer Gemeinderat um zweiten Solarpark

Wiernsheim. Noch im Dezember war in der PZ zu lesen, dass der Wiernsheimer Gemeinderat einem Solarpark offen gegenüberstehe. Damals hatte das Ratsgremium mit einer komfortablen Mehrheit grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans gegeben, damit ein privater Flächeneigentümer ein bisher landwirtschaftlich genutztes Zehn-Hektar-Areal nördlich von Iptingen zur Energiegewinnung verwenden darf. Ungleich schwieriger war es da schon in der jüngsten Ratssitzung am Mittwochabend, einen weiteren Solarpark von rund sechs Hektar Größe südlich von Serres im Gewann Zwergberg durchzubringen, was letztlich nur knapp mit neun zu sieben Stimmen und einer Enthaltung gelang.

Bereits im Dezember hat der Wiernsheimer Gemeinderat mit komfortabler Mehrheit den Weg für einen zehn Hektar großen Solarpark nördlich von Iptingen freigemacht. Mehr Widerstand gab es nun gegen einen zweiten. Archivfoto: Fotomoment
Bereits im Dezember hat der Wiernsheimer Gemeinderat mit komfortabler Mehrheit den Weg für einen zehn Hektar großen Solarpark nördlich von Iptingen freigemacht. Mehr Widerstand gab es nun gegen einen zweiten. Archivfoto: Fotomoment

Vor allem aufseiten der Landwirte im Gremium, aber auch aus den Reihen der Liste „Land“ war heftiger Widerstand gegen das Vorhaben zu spüren. „Wenn immer mehr Flächen versiegelt werden, geht bei uns Landwirten die Existenzangst um“, hielt UL-Gemeinderat Frank Bäuerle fest.

Und auch Jörg Blessing (Liste „Land“) ließ durchblicken: „Ich habe im Stillen gehofft, dass wir mit dem Solarpark in Iptingen unseren Beitrag zur Energiewende vorerst geleistet haben.“ Auch Gerhard Hudak (UL) stellte die Frage in den Raum, ob es die Gemeinde verantworten könne, den Bürgern durch zwei Solarparks 16 Hektar an landwirtschaftlicher Fläche zu entziehen.

Mehr über den neuen, geplanten Solarpark in Wiernsheim lesen Sie am Freitag, 19. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.