Wiernsheim
Wiernsheim -  01.08.2021
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Waldenserbibel kommt nach Hause: Historisches Stück wird Dauerleihgabe in Wiernsheimer Museum

Wiernsheim-Pinache. Langweilig wird es den Verantwortlichen im Pinacher Waldenser-Museumsstüble nie. Denn jüngst bekamen Cornelia Schuler, Margot Augenstein, Ilse Beuchle und Gertrud Roux, die sich im Freundeskreis der Waldenser Pinache und Serres ehrenamtlich um das Pinacher Waldenser-Museumsstüble kümmern, im Beisein von Pfarrer Hans Ulrich Läpple von der Mühlacker Museumsleiterin Martina Terp-Schunter eine Bibel der Waldenserfamilie Jouvenal als Dauerleihgabe überreicht.

Über die alte Waldenserbibel der Familie Jouvenal im Pinacher Waldenser Museumsstüble freuen sich Ilse Beuchle, Gertrud Roux, Margot Augenstein, Cornelia Schuler, Pfarrer Hans Ulrich Läpple, Hans Jouvenal und Martina Terp-Schunter (von links). Foto: Prokoph
Über die alte Waldenserbibel der Familie Jouvenal im Pinacher Waldenser Museumsstüble freuen sich Ilse Beuchle, Gertrud Roux, Margot Augenstein, Cornelia Schuler, Pfarrer Hans Ulrich Läpple, Hans Jouvenal und Martina Terp-Schunter (von links). Foto: Prokoph

Mit dabei war auch der Nachfahre Hans Jouvenal aus Mönsheim. „Ich wusste, dass in Mühlacker diese Bibel der Familie Jouvenal aus Serres lagert“, berichtete bei der Übergabe Cornelia Schuler. Denn in einer der Museumsstüble-Vitrinen war durch die Umlagerung des Wiernsheimer Findbuches Platz frei geworden. Und um die Vitrine wieder zu füllen, nahm Schuler mit Terp-Schunter Kontakt auf, um die Bibel, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt, quasi wieder nach Hause zu bringen. Ein Nachfahre der ursprünglichen Bibel Eigentümer, Hans Jouvenal, wohnt in Mönsheim und übergab dem Pinacher Museum bei diesem Anlass gleich zwei weitere, allerdings kleinere Jouvenal Familienbibeln, eine aus dem 19. und eine aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Seit 1946 lagerte die Waldenser-Bibel in Mühlacker. Dorthin kam sie über den früheren Pinacher Lehrer Friedrich Todt. „Er hatte sie bei meinem Vater Heinrich ausgeliehen und nicht mehr zurückgebracht“, berichtete Hans Jouvenal.

Rund drei Kilogramm wiegt die in französischer Sprache verfasste Bibel in Großformat, deren Original Deckblatt allerdings verschwunden ist. „Wir konnten der Bibel nur die Namen Pierre und Samuel Jouvenal zuordnen“, erläuterte Terp-Schunter bei der Übergabe.

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Autor: Ilona Prokoph