Wiernsheim
Wiernsheim -  30.09.2018
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Wegen Personalnot schließt Lokal zur Kreuzbachhalle in Iptingen

Wiernsheim-Iptingen. „Ich habe leider kein Personal gefunden“, berichtet der Iptinger Alfred Schüle. Denn seine bisherigen zwei Mitarbeiter müssen aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Deshalb schließt Schüle nun als Pächter nach zwei Jahren die Iptinger Gaststätte zur Kreuzbachhalle.

Für Alfred Schüle sei die Gaststätte zur Kreuzbachhalle eine spannende Erfahrung gewesen, erzählt der Pächter. Weil er aber kein Personal finden konnte, muss er das Iptinger Lokal am 13. Oktober schließen. Foto: Prokoph
Für Alfred Schüle sei die Gaststätte zur Kreuzbachhalle eine spannende Erfahrung gewesen, erzählt der Pächter. Weil er aber kein Personal finden konnte, muss er das Iptinger Lokal am 13. Oktober schließen. Foto: Prokoph

Am 13. Oktober findet dort als Abschluss das in der Region beliebte Wirtshaussingen statt. „Ich wollte was für Iptingen bieten“, sagt der Hobbykoch und ehemalige Postbeamte. Aber in den vergangenen Monaten habe er auch finanziell nur dazugelegt. „Bedauerlicherweise ist das Angebot nicht so angenommen worden, wie ich mir das erhofft hatte“, verrät Schüle.

Der 69-Jährige bringt sich gerne für die Gesellschaft ein, ist Gemeinderatsmitglied, unterstützt als Fahrer den Wiernsheimer Bürgerbus und fungiert als ehrenamtlicher Richter beim Verwaltungsgericht. Außerdem ist er Abteilungsleiter im Tischtennis beim Sportverein Iptingen.

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„Ich habe intensiv nach einer neuen Belegschaft gesucht“, erklärt Schüle. Aber irgendwie habe es leider nicht gepasst. Hinzu komme, dass die Menschen heutzutage eben nicht mehr so oft in die Wirtschaft gingen wie früher. Und die Iptinger Rentner, die zu Beginn noch ihr Mittagessen bei ihm einnahmen, seien inzwischen weggestorben.

„Ich lerne immer dazu“, sagt Schüle. Deshalb handle er aus der Vernunft heraus. Und: „Ich habe beobachtet, dass viele Menschen lieber in Besenwirtschaften essen“, sagt er.

Das Tischtennisturnier am 2. und 3. Oktober habe er nun auch absagen müssen (PZ berichtete). Im Vorfeld haben sich zu wenig Teilnehmer angemeldet. Auch hier müsse er in Zukunft darüber nachdenken, was man ändern kann, um das Tischtennisturnier künftig wieder attraktiver zu gestalten.

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Autor: Ilona Prokoph