Wimsheim -  06.09.2026
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A8-Sperrung sorgt am Wochenende für Blechschlangen bei Wurmberg: Am Montagmorgen war wie geplant wieder frei

Enzkreis. Die A8-Sperrung zwischen Pforzheim-Süd und Heimsheim sorgt vor allem in Wurmberg für lange Autoschlangen. In Wimsheim ignorieren viele Fahrer eine eigens geöffnete Abkürzung – weil ihre Navis sie auf einen längeren Weg schicken. Die Sperrung konnte hingegen wie geplant am Montagmorgen, pünktlich um 5 Uhr, wie die Polizei gegenüber PZ-news bestätigt, aufgehoben werden. Schon in zwei Wochen steht die nächste Vollsperrung an.

Autobahn A8. Fahrbahndeckenerneuerung zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Süd und Heimsheim
Lange Schlange bis Wurmberg: Meist zähfließend verläuft der Umleitungsverkehr nach der Ausfahrt von der gesperrten A8 beim Anschluss Pforzheim-Süd. Foto: Tilo Keller

Einigermaßen reibungslos verläuft übers Wochenende der Umleitungsverkehr für die gesperrte A8 zwischen den Anschlüssen Pforzheim-Süd und Heimsheim. Die Autobahn-Gesellschaft Südwest bessert in diesem Bereich die Fahrbahndecke Richtung Stuttgart aus. Es fallen jedoch verzwickte Stellen auf für die Masse der Autofahrer, die nahe Wurmberg die Autobahn verlassen müssen.

So zwängen sich meist Schlangen von der Ausfahrt Pforzheim-Süd den Anstieg hoch zum Wurmberger Ortskern. Und was zu erwarten war: Dort kommen Lastwagenfahrer von der Pforzheimer Straße nur mühsam durch die Doppelkurve zum Kreisel nach Wimsheim. Oft müssen sie zudem den Gegenverkehr abwarten, brauchen sie doch fast den ganzen Kurvenraum zum Ausholen ihrer großen Fahrzeuge.

Recht flüssig bewältigen die Autofahrer die Strecke durch ganz Wimsheim. Die Anwohner haben durch die Bank die angeordneten Halteverbote in der Ortsdurchfahrt eingehalten. Am Samstag zum Beispiel ist kein einziges Privatauto am Straßenrand abgestellt worden, wie die PZ beobachtet.

Kurios hingegen ist für einige Fahrer die gut beschilderte Umleitungsroute vom Wimsheimer Kreisel am Ortsausgang zur normalerweise verbotenen Pforte auf die Autobahn bei den Salzsilos an der Tiefenbronner Straße. Diesen im Alltag nur für Einsatzfahrzeuge erlaubten Durchlass hatten die A8-Planer auf Vorschlag des Wimsheimer Bürgermeisters Mario Weisbrich geöffnet, um Friolzheim von starkem Durchgangsverkehr abzuschirmen. Doch viele Fahrer verschmähen diese Abkürzung. Sie vertrauen offensichtlichlieber ihren Navigationsgeräten, die allerdings den längeren Weg von Wimsheim über Friolzheim zur Auffahrt Heimsheim vorschlagen. Hintergrund: Da die Kartenprogramme den Abschnitt von Wurmberg bis Heimsheim als durchgehend gesperrte Strecke ausweisen, vermögen die Rechner keine Route für die vorgesehene A8-Auffahrt in der Mitte des Bereichs zu entwickeln, der für die Bauarbeiten verschlossen erscheint.

„Einige sind bei uns auch auf die Straße nach Mönsheim ausgewichen“,

berichtet der Wurmberger Rathauschef Jörg-Michael Teply über eine weitere Variante der Navisysteme.

So treffen sich am Heimsheimer „Dieb“-Kreisel immer wieder gleich zwei Verkehrsströme – Blechschlangen aus Mönsheim oder aus Friolzheim. Folglich geht es manchmal nur im Schritttempo zum Heimsheimer A8-Knoten in Richtung Landeshauptstadt.

Am Montagmorgen bis spätestens um 5 Uhr will die Niederlassung Südwest die gesperrte Autobahn wieder freigeben. Doch in zwei Wochen geht es im nächsten Schritt weiter: Von Freitag, 18. September, um 20 Uhr, bis zum Montag um 5 Uhr wollen die Baufirmen erneut unter Vollsperrung der A8 den zweiten Teil der Fahrbahnsanierung bis Heimsheim anpacken. Die Gegenrichtung nach Karlsruhe ist von diesen Arbeiten nicht betroffen.