Wimsheim -  01.08.2020
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Wald für Zukunft gewappnet

Wimsheim. Die Betriebsplanung für den Wimsheimer Gemeindewald, der rund 160 Hektar umfasst, ist für die kommenden zehn Jahre unter Dach und Fach gebracht worden. Die Forsteinrichtung wurde in den vergangenen Monaten von Christian Suchomel vom Regierungspräsidium Freiburg, der die Ergebnisse in der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte, in Zusammenarbeit mit dem Forstamt, Revierleiter Rolf Müller und der Gemeinde unter die Lupe genommen. Wimsheim setzt auf eine naturnahe Bewirtschaftung, auf Risikominimierung durch kontinuierliche Jungwaldpflege und stabile Mischbestände. Gerade für diesen Bereich erhielt Revierleiter Müller viel Lob: „Hier ist Wimsheim viel weiter als andere Gemeinden und für die Zukunft gewappnet“, betonten Suchomel und Bürgermeister Mario Weisbrich. Ziel ist auch der Erhalt eines Nadelholzanteils von 30 bis 35 Prozent im Gemeindewald.

Allerdings machte der Fachmann keinen Hehl daraus, dass sich der Wald verändert: Mittlerweile zeige sich der Gemeindewald überwiegend als stabiler Mischwald. Lediglich 19 Prozent der Holzbodenfläche seien labile Fichtenbestände, prägend sind Eichen mit 38 Prozent. Es handelt sich dabei um junge Bäume (21 bis 40 Jahre alt) als Folge von aufgeforsteten Sturmschäden.

Nadelbäume haben einen Anteil von 44 Prozent, ein Rückgang von vier Prozent gegenüber 2011. Dies lässt sich auf den Verlust von Fichte durch Sturm- und Käferschäden zurückzuführen. Laubbäume dominieren mit 55 Prozent, darunter Eiche, Buche, Winterlinde und Bergahorn. Den Wunsch des Gemeinderats nach Pinien und Douglasien konnte der Fachmann nicht erfüllen. Pinien seien zwar hitzebeständig, könnten aber im Winter dem Frost nicht standhalten und Douglasien seien  zu wenig erprobt. fux

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